In dem Bereich, wo die alten Laender Qi und Lu
liegen, ist der Kreis Xian sehr bekannt. In
diesem Kreis gab es einen Mann namens Xian Xian,
der sehr tugendhaft war.
Der Himmel war klar und die Luft frisch, es war
ein Tag der Jagdsaison im Herbst. Die Jagdhunde
bellten, die Jagdadler flogen in der Hoehe, jeder
Mann spannte seinen Bogen.
Es waren viele Leute und man konnte sogar einen
Tiger jagen. Aber als sie alle Wildtiere gefangen
hatten, fuehlten sich die Menschen melancholisch.
Und so steckten die Menschen die Messer in die
Scheiden, lenkten die Pferde um und ritten
schweigend zurueck. Doch in diesem Augenblick
sahen sie ueber dem Wald einen Silberfasan
fliegen.
Seine Federn waren schneeweiss, und seine Stimme
klang melodisch.Geschickt kreiste er in der Luft,
sogar die Adler konnten nicht mithalten.
Trotz der Freude seufzten alle, weil niemand wusste,
wie man ihn fangen sollte. Nur Xian Xian hatte eine
Idee.
Er benutzte die militaerische Strategie, die er
fruher gelernte hatte und stellte dem Silberfasan
eine Falle unterm Gras.
Voegel waren genauso gierig wie Menschen. Der
Silberfasan ass den Koeder und sass in der Falle
fest.
Man rupfte den Silberfasan, liess ihn ausbluten und
holte sein Eingeweide heraus. Weil es schon spaet war,
rasteten die Menschen im Wald und um zu grillen machten
sie ein Lagerfeuer, das die Fichten anleuchteten.
Der gegrillte Silberfasan duftete koestlich, die Haut
war knusprig und das Fleisch zart, das Wasser lief den
Menschen im Mund zusammen, wie hungrige Fliegen.
Und so krempelten sie die Aermel hoch, streckten die
Arme aus und kaempften um das Fleisch. Wuetend schrie
Xian Xian:
"Die Herbstjagd muss nach der uralten Tradition
gerichtet werden, die wertvollste Jagdbeute wird zuerst
den Vorfahren der Weisen geopfert!"
Und als die Menschen das hoerten, bauten sie einen
kleinen Huegel aus Erde als Zeichen des
Gesellschaftstempels. Sie steckten Grashalme in die
Erde, benutzten sie als Weihrauchstaebchen. Zusammen
bezeigten sie den Vorfahren der Weisen Ehrerbietung.
Nachdem sie die Opferzeremonie beendet hatten,
versammelten sie sich und redeten darueber, wie
tugendhaft Xian Xian doch sei.
Nach langer Unterhaltung merkten alle, wie hungrig sie
waren. Sie drehten sich um und wollten das
Silberfasanfleisch essen. Doch das Fleisch war
verschwunden, nur Knochen lagen zerstreut auf dem Boden.
Als die Menschen die Jagdhunde mit ihren dicken
Bauechen neben dem Lagerfeuer liegen sahen, mussten sie
wieder seufzen.
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献县声闻齐鲁间,县中冼宪贤名传。
天高气爽逢秋猎,犬吠鹰扬弓上弦。
人多果能缚豺虎,群兽杀净却怅然。
收刀勒马黯然归,林头忽见野鹇飞。
鸣声似磬羽似雪,盘旋敏捷鹰不追。
众人空喜叹计穷,独有冼宪欲争功。
胸有经纬藏八卦,陷阱设成隐草蓬。
禽与人同也贪利,觅食竟入圈套中。
拔毛沥血出五脏,篝火燃起照晚松。
皮脆肉嫩香扑鼻,众人吞涎似饥蝇。
伸拳摞袖争正乱,冼宪一怒声震撼:
"秋猎应节遵古礼,奇获首当敬先贤。"
于是撮土成社稷,插草叩拜皆肃然。
献牲祭奠毕后起,环立争言冼宪贤。
良久腹馁皆欲餐,众首一回同声叹。
但见鹇骨已狼籍,骨旁犬饱睡正酣。
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