Als die Spanier vor etwa 500 Jahren Südamerika betraten, um es zu erobern, hatten sie ziemlich bald Begegnungen der unerfreulichen Art mit dem von einer speziellen Schleuder (Atlatl) geworfenen Speer.
Momentan erlebt die Speerschleuder in all ihren Varianten ein Revival, denn in Europa und Nordamerika entdeckt ein kleines Völkchen unbeugsamer Bleichgesichter gerade wieder den hohen Freizeitwert dieser Waffe.
Begonnen hat diese Wiedererweckung in Europa 1987 mit einer Grillparty in Köln, 1999 nahmen an der neunten Wertung 300 Werfer teil.
Geworfen wird auf Tierscheiben unterschiedlicher Größe und auf unterschiedliche Entfernungen, das genaue in Europa gültige Reglement finden Sie auf der Homepage von Pascal Chavaux.
Die Distanzen zwischen 8 und 30 Metern als auch das Gelände entsprechen dabei in etwa jagdlichen Bedingungen. Mit herkömmlichen Holzspeeren sind Reichweiten von bis zu 230 Metern belegt, für moderne Aluminiumpfeile werden Reichweiten um 300 Meter berichtet.
Auch zu diesem Sport gehören Körperbeherrschung, Konzentration und handwerkliche Fähigkeiten - doch diese sind erlernbar. Mit etwas Geschick und dem nötigen Wissen wird aus einer Haselrute oder einem Birkenschößling ein Speer. Aus Knochen und einem etwas stärkeren Ast wird die zugehörige Schleuder.
Das Prinzip ist ebenso einfach wie wirkungsvoll, angewandte erlebte Physik - aber eben auch Technik der Steinzeit. Lassen Sie sich überraschen.
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