Der Ablauf:

Die heilpädagogische Übungsbehandlung findet in Einzel- oder Gruppensituationen auf der Grundlage einer mehrdimensionalen (allgemeinmedizinisch, neurologisch, psychologisch) Diagnostik statt. Diese soll möglichst durch einen Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie vor der Behandlung erhoben werden und wird im Behandlungsverlauf durch den Heilpädagogen ergänzt. Eingangs wird ein Behandlungsplan mit Problemgenese, Zielformulierung und Methodenwahl erstellt. Dieser dient zusätzlich zusammen mit dem kinder- und jugendpsychiatrischen Gutachten der Beantragung der Kostenübernahme.

Eine Behandlung dauert erfahrungsgemäß mindestens ein Jahr und umfasst etwa 40 Sitzungen à 45 Minuten in wöchentlichem Abstand. Hinzu kommen bis zu einem Gespräch monatlich mit den Bezugspersonen und zwei bis vier Kooperationsgespräche (Lehrer, Arzt...) pro Jahr. Die Sitzungen werden schriftlich protokolliert. Zum Behandlungsende wird ein Abschlussbericht erstellt, der einen Überblick über den Behandlungsverlauf, die erreichten Ziele und einen Ausblick enthält.