UNTERKUNFT & ESSEN
Von Hotels, Casas Particulares, Restaurants und Paladares


1) Hotels Über Hotels in Kuba Getestete Hotels
2) Casas Particulares Was sind Casas Particulares? Getestete Casas Particulares
3) Restaurants Über Restaurants in Cuba Getestete Restaurants
4) Paladares Was sind Paladares? Getestete Paladares


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1) Über Hotels in Kuba

Wie jedermann weiß, zeichnet sich Kuba mehr oder weniger durch ein sozialistisches System aus. Dies führt dazu, dass natürlich auch die Hotels in staatlicher Hand sind und wie alle touristischen Dienstleistungen in Kuba in Dollar bezahlt werden müssen.

Vom Standard her sind die kubanischen Hotels recht gut, vor allem in den Strandresorts wie Varadero oder Cayo Coco bieten diese Häuser alles, was das Herz begehrt. Auch in den beiden großen Städten Havanna und Santiago de Cuba ist der Standard der Hotels durchaus mit europäischen Großstädten vergleichbar, d.h. von der eher einfachen Unterkunft bis hin zum Luxusschuppen gibt es fast alles.

Auf dem Land oder in kleineren Städten kann es schon mal sein, dass das Hotel trotz eines gehörigen Dollarpreises nicht gerade der Hit ist, d.h. keine Klodeckel, das Telefon funktioniert nicht und überhaupt sind die Zimmer meist recht spartanisch ausgestattet. Alles in allem aber trotzdem keine Rattenlöcher, wer schon ein bisschen rumgekommen ist und nicht die Prinzessin auf der Erbse ist, kann sich zumindest ein paar Tage damit arrangieren.

Staatlich geführt heisst nicht unbedingt, dass es zwangsläufig ein Massenbetrieb sein muss. Es gibt auch kleinere Hotels, die sehr gemütlich sind und beinahe mit familiären Zuständen glänzen. Generell sollte man darauf achten, dass organisationstechnisch der westliche Standard noch nicht erreicht ist. Einfach an die Rezeption gehen und sagen "Reserviert mir mal ein Zimmer für übermorgen in dem und dem Hotel" klappt fast nie, ohne eine Stunde Diskussion und Telefonierversuche miteinzurechnen.

Preislich gesehen liegen die Hotelkosten in Havanna sicher am höchsten, wer will kann da für eine Nacht schon 200$ raushauen. Auf dem Land wie z.B. dem Vinales-Tal ist alles recht billig, hier schlägt ein Doppelzimmer mit kaum mehr als 25$ zu Buche. In den Strandresorts wird es dann wieder etwas teurer. Fast alle Hotels haben ein Restaurant, schon weniger einen Minimarkt, der meist sündteuer ist.

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2) Was sind Casas Particulares?

Casas Particulares sind von der Organisationsform her das genau Gegenteil von Hotels, sie sind nämlich privat geführt. Seit wenigen Jahren ist der Dollarbesitz in Kuba auch jedem Kubaner gestattet, und wer die Lizenz für eine Casa Particular beantragt, viel Glück hat und viel Steuern zahlen will, kann solch ein Privathotel aufmachen.

Die gibt es in allen Formen und Farben und allen möglichen Standards. Auch hier muss übrigens in Dollar gezahlt werden. Los geht's bei 10$ für ein einfaches Zimmer, und natürlich kann man für ein mondänes Stadtappartement in Havanna auch das 10fache ausgeben. Generell sind die Casas Particulares im Durchschnitt etwas einfacher und familiärer ausgestattet, der Chef des Hauses kocht für seine Gäste, meist im angeschlossenen Paladar (siehe unten).

Es ist nicht schwierig, an eine Casa Particular zu kommen, es gibt wohl wenige Städte Kubas, in denen man nicht nach 10 Minuten auf der Straße für eine Casa Particular angesprochen wird. Generell gilt: Preis immer vorher ausmachen. Es gibt auch illegale Häuser, d.h. die haben die Lizenz zum Vermieten nicht. Das ist zwar meist sehr viel billiger aber eben auch risikoreicher, vor allem für den Kubaner, der die schwarzen Geschäfte macht.

Generell ist zu sagen, dass Casas Particulares meist etwas näher an der Bevölkerung sind als Hotels, da erstere meist mitten in der Stadt liegen und auch der Vermieter eine ständige Ansprechperson ist. Immer eine gute Privatunterkunft zu finden ist jedoch auch mit ziemlichen Aufwand und Organisation verbunden, da sollte jeder sehen, was ihm mehr liegt. Politisch gesehen kriegt der Staat wohl bei beiden Sachen was ab, bei Hotels vielleicht mehr und Casa Particulares weniger. Wie gesagt, eine persönliche Entscheidung, und bei einer Rundreise kann man ja auch mischen...

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3) Über Restaurants in Kuba

Restaurants sind im gastronomischen Bereich das, was Hotels im Unterkunfts-Bereich sind, nämlich staatlich geführt. Natürlich wird auch hier in Dollar gezahlt und auch auf dem Land ist es ziemlich teuer. Unter 15$ pro Nase kommt man in einem Restaurant nicht weg, eher muss man mit 20-25$ rechnen. In den großen Städten ist die Auswahl natürlich wieder besser.

Über Restaurants in Kuba gibt es nicht allzuviel gutes zu sagen, denn außer in Havanna und den großen Bettenburgen ist das Essen meist recht schlecht, wie gesagt teuer und vor allem eintönig. Wer fernab der großen Tourirouten unterwegs ist, muss sich schonmal auf ein paar Tage Fisch oder Schwein mit Reis gefasst machen, meist ohne Sauce und kaum gewürzt. Das wäre ja alles nicht so schlimm, wenn eben nicht ein Labberstück Fisch und Reis 15-20$ kosten würde.

Wenn man sich also nicht gerade in großen Touristengebieten aufhält, sollte man die Restaurants also meiden. Was man natürlich fast in jedem Restaurant bekommt ist Hummer, und der schmeckt auch, aber wer kann schon jeden Abend Hummer für 30-40$ essen?

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4) Was sind Paladares?

Paladares sind Privatrestaurants mit Lizenz, die wie Casas Particulares einen großen Teil Ihres Dollar-Einkommens als Steuern abgeben müssen. Paladares sind meist in den Privatwohnungen oder -häusern der Wirte und bieten schon deshalb meist eine heimeligere, aber trotzdem nicht zu intime Atmosphäre. Man sollte die Paladares einem staatlichen Restaurant unbedingt vorziehen, und zwar aus folgenden Gründen:

Zum einen sind Paladares viel gemütlicher, vor allem aber stimmt hier das Preis/ Leistungs-Verhältnis besser als in den Restaurants. Zwar kommt man auch hier nicht unter 10-20$ pro Person weg, aber das ist meist eine ganze Platte mit z.B. Fisch, Fleisch, Salat und gegrillten Bananen. Zudem ist es viel mehr, sind doch die Portionen in den Restaurants oft winzig. Im Paladar gilt: Komplettpreis unbedingt vorher ausmachen, am besten auch inklusive Getränken, um nicht danach eine astronomische Rechnung präsentiert zu bekommen.

Wie gesagt, Paladares sind unbedingt vorzuziehen, allerdings müssen Arrangements auf der Strasse mit den meist auf Provision arbeitenden "Schleppern" gemacht werden, was tagaus tagein recht stressig werden kann. Außerdem sollte man schon darauf achten, dass man derjenigen Person vertraut, aber auch dieses Risiko wird jeder einigermaßen erfahrene Reisende einschätzen können. Ach ja, Hummer gibt es nicht in Paladares, der ist den staatlichen Restaurants vorbehalten. Unter der Hand gibt es ihn manchmal, so wie es auch wieder billigere illegale Paladares gibt. Ob man sich darauf einlassen will, bleibt jedem selbst überlassen.

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