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Allgemeines zur Pinar del Rio Region:
Der Westen Kubas zeichnet sich durch einen höheren Niederschlag als alle anderen Regionen aus. Genau aus diesem Grund wird hier der Großteil des kubanischen Tabaks angebaut, der an Ort und Stelle im hunderten von Schritten zu den berühmten Zigarren weiterverarbeitet wird.Weiteres Highlight dieser Gegend ist die berühmte, im Vinalestal rund 30km nördlich von Pinar del Rio vorkommende Mogotenlandschaft. Dabei handelt es sich um Kalksteinkegel, die früher die Pfeiler von riesigen Höhlensystemen waren. Die Decken dieser Höhlen stürzten ein und übrig blieben diese Kalksteinpfeiler, die heute von subtropischem Bewuchs überzogen sind und zwischen denen auf fruchtbarem Boden kubanische Bauern mit ihren Ochsen die Erde durchpflügen. Als Überbleibsel gibt es auch heute noch einige Höhlen zu besichtigen
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Größere Städte in der Pinar del Rio Region:
Die einzige größere Stadt ist, wie der Name der Region schon sagt, Pinar del Rio. Sie ist die Hauptstadt des Tabakanbaus in Kuba und wird aufgrund ihrer vielen klassizistischen Gebäude mit Säulenportale auch "Stadt der Säulen" genannt. Wie fast überall in Kuba sind die entsprechenden Häuser meist aber schon sehr heruntergekommen, was vielleicht auf den einen oder anderen einen zusätzlichen Reiz ausübt.
Ansonsten hat Pinar del Rio außer der Zigarrenfabrik Francisco Donatien und einem wilden stilgemixten Gebäude namens Palacio Guasch nicht viel zu bieten und besticht außerhalb des historischen Zentrums vor allem durch Plattenbau-Melancholie. Pinar del Rio ist die zentrale Durchgangsstation, wenn man von Havanna ins Vinales-Tal oder zurück unterwegs ist.
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Highlights in der Pinar del Rio Region:
Selbst wenn man sich nicht für Zigarren interessiert, sollte man in Pinar del Rio auf jeden Fall eine Führung durch die Zigarrenfabrik Francisco Donatien machen. Dort erfährt man live die Arbeitsbedingungen der hier beschäftigten Kubaner, und wenn man weiß, daß Zigarrenroller(innen), die Torcadores, zu den bestbezahltesten Arbeitern in Kuba überhaupt gehören, kann man sich vom Rest ein gutes Bild machen. Die Führung gibt's bis jetzt nur auf spanisch, also zumindest mit einer spanischsprechenden Person in die Fabrik gehen. Liebhaber der feinen kubanischen Zigarren können sich im Shop mit Super-Angebot gleich zu den kubaüblichen Tiefpreisen mit den Tabakprodukten eindecken.Die Landschaft im Vinales Tal ist absolut einmalig und äußerst sehenswert, also nicht schon wieder in Pinar del Rio umkehren und zurück nach Havanna fahren. Einen Supersicht auf das Vinales-Tal hat man vom Hotel Los Jazmines aus. Wer gerne in Höhlen herumsteigt, sollte sich eine der zahlreichen Tropfstein- und Kalksteinhöhlen anschauen, wobei viele der Höhlen ein rechter Touristennepp sind. Pros und Contras weiter unten.
Generell ist das Gebiet um Pinar el Rio, insbesondere das Vinales-Tal, eine ruhige Gegend, in der man besonders gut die Landschaft geniessen kann, sei es mit Spazierfahrten oder Spaziergängen, oder einfach nur von der Terasse des Hotels aus oder der Veranda seiner Casa Particular. Auch in die eine oder andere Höhle kann man kriechen, der Hyper-Aktivist fühlt sich jedoch vielleicht etwas fehl am Platze.
Auf der Hin- oder Rückfahrt in diese Gegend kann man in Soroa haltmachen, das auf halber Strecke zwischen Havanna und Pinar del Rio liegt. Hier gibt es einen Orchidengarten und einen Wasserfall. Beides wurde von uns nicht getestet (typischer Kuba-Nepp: Den Wasserfall darf man nur sehen, wenn man entweder ein Kitsch-Souvenir kauft oder ein Getränk an der Bar trinkt!). Der Orchidengarten soll aber sehr schön sein, der Wasserfall ist nicht so spektakulär. Was wir hingegen aus eigener Erfahrung empfehlen können, ist, statt den Wasserfalls zu besichtigen den dortigen hohen Felsen zu besteigen. Man steigt mitten im subtropischen Dschungel auf, das ganze dauert eine gute halbe Stunde, und von oben hat man einen fantastischen Ausblick, bei gutem Wetter sieht man sowohl die Südküste als auch die Norküste Kubas! Das Auto, falls vorhanden, kann man unterdessen auf dem Parkplatz des örtlichen Horizontes-Hotels abstellen.
In vielen Reiseführern steht, dass das Hafenstätdchen (Puerto) Esperanza ganz nett sein soll. Allerdings ist der Name des Dorfs auch so ziemlich das einzig romantische, dort gibt es nicht wirklich viel zu sehen. Angeblich kann man vom Hafen mit einer Fähre auf die Insel Cayo Levisa fahren, auf der es landschaftliche Highlights wie Mangrovenwälder und weiße Traumstrände geben soll. Wurde aber von uns nicht verifiziert.
Ach ja, und Freunde von Thermalplanschereien können es sich in Hotels wie im Rancho San Vincente gut gehen lassen, dort stehen z.B. mehrere kleine Planschbecken mit angeblichem Heilwasser zur Verfügung (gegen Bares!).
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Was man unbedingt machen sollte:
+ Besuch der Zigarrenfabrik Francisco Donatien in Pinar del Rio+ Landschaft genießen im Vinales-Tal, am besten vom Hotel Los Jazmines
+ In Soroa halt machen und den Orchidengarten ansehen oder den Felsen besteigen.
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Was man sich sparen kann:
- Die Cueva del Indio geht gerade noch und ist ganz nett, die Cueva Vinales ein einziger Nepp.- Puerto Esperanza ist (bis auf Cayo Levisa?) nicht wirklich spannend.
Fazit: Ist die Region Pinar del Rio sehenswert?
Auf jeden Fall. Die Landschaft ist weltweit (fast) einmalig, wer viel grün liebt, ist hier richtig aufgehoben. Und für wen Kuba auch "Zigarren" bedeutet, darf sich das Anbaugebiet samt Verarbeitung sowieso nicht entgegehen lassen!
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