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Allgemeines zu Havanna und Umgebung:
Havanna - Eine Stadt, ein Mythos. Es gibt wohl niemaden, dem bei diesem Namen nicht eine Vielzahl von Assoziationen durch den Kopf schießt: Karibik, Castro, Rum, Zigarren, Che Guevara, Revolution, Kubakrise, Musik und Tanz sind nur einige mögliche Verbindungen. Havanna muss man bei einem Kubaurlaub einfach gesehen haben, zeichnet sich doch in dieser Stadt all das im Kleinen ab, was Kuba im Großen so besonders macht: Eine unglaubliche Vielfalt von Lebensarten, Eindrücken und Gefühlen, die zu erleben eine wahre Freude ist.Mit Leichtigkeit könnte man allein über diese Stadt eine ganze Webseite machen, weshalb in der hier gebotenen Kürze sicherlich viele Highlights unter den Tisch fallen. Die Stadt ist mit drei Mio. Einwohnern die größte Stadt Kubas und allein deshalb schon nicht leicht zu überblicken. Man sollte sich schon mehrere Tage Zeit nehmen, um die Stadt wenigstens in Grundzügen erkunden zu können. Ein Abendausflug von Varadero in die Tanzrevue Tropicana ist zwar ganz nett, wird dem riesigen Erlebnispotential dieser Stadt jedoch nur zu einem Bruchteil gerecht. Also: Zeit nehmen, und Havanna, die Metropole, das Zentrum Kubas, am besten zu Fuß erkunden!
Havanna ist heute eine zerfallende Stadt. Obwohl die UNO Havanna bei der Restauration der vielen wunderschönen Bauten aus der spanischen Kolonialzeit unterstützt, kann immer noch viel zu wenig getan werden, um das schleichende Siechtum der Stadt einzudämmen. In der Touristenmeile, der Calle Obispo, und teilweise am Malecon (der Uferpromenade) ist alles ganz nett hergerichtet, einen Block weiter kann es jedoch schon wieder ganz anders aussehen und nur noch ein paar Brocken zeugen von einem einstigen Prachtbau. Architektonisch ist Havanna überhaupt ein Kleinod und spiegelt die wechselhafte Geschichte Kubas wieder: Angefangen von Prachtresidenzen der spanischen Statthalter zieht sich die Stein gewordene Historie über Luxusanwesen amerikanisch-kubanischer Diktatoren bis zu sozialistisch-gigantomansichen Ehrendenkmälern und Plattenbauten hin.
Tagsüber kann man über weite Plätze spazieren, sich durch enge Gassen schlängeln, das kubanische Straßenleben und die Entbehrungen des kubanischen Alltags verfolgen, alte Festungen besichtigen, geschichtsträchtige Museen besuchen, auf den Spuren Che Guevaras wandeln oder einfach einen Mojito schlürfen. Und abends, wenn Havanna erst richtig erwacht, ist die Zeit gekommen, sich Musik und Tanz zu widmen, vielfältigen Klängen zu lauschen und die Lebensfreude der Kubaner auf sich wirken zu lassen!
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Havannas Umgebung:
Die Umgebung Havannas hat nicht so viel zu bieten wie die Stadt selbst. Wer auch in Havanna nicht auf karibische Sandstrände verzichten kann, der sollte sich ebenso wie tausende kubanischer Wochenendausflügler aufmachen zu den Playas del Este , den Hausstränden von Havanna. Auch dort schießen immer mehr Touristenhotels aus dem Boden und wer nicht ganz so abgekapselt wie in Varadero oder Cayo Coco Urlaub machen will, ist hier vielleicht richtig aufgehoben. Allerdings sind die Strände auch nicht ganz so traumhaft wie anderswo in Kuba.Ansonsten ist die (touristische) Umgebung Havannas vor allem durch einen Namen gekennzeichnet: Ernest Hemingway. Viele wissen es nicht, aber Hemingway lebte seit den dreißiger Jahren über 22 Jahre auf Kuba und so hat der Schriftsteller einiges auf der Karibikinsel hinterlassen: Zum einen seine Villa, die auf den Hügeln vor Havanna liegende Finca La Viglia. Dort ist noch heute alles noch ganz genauso eingerichtet wie zu Lebzeiten Hemingways und es ist schon ein witziges Gefühl, die Nase durchs Fenster der Villa zu stecken und das Fell eines in Afrika geschossenen Löwens an der Wand neben den riesigen Latschen des Autors auf dem Boden zu sehen, so als hätte er gerade für ein paar Stunden das Haus verlassen, um auf seiner Yacht "Pilar" Hochseefischen zu gehen. Diese Yacht hatte er im Fischerdorf Cojimar liegen, wo auch heute noch viele Remineszenzen auf den Autor hindeuten. Also nicht nur für Leseratten ein echter Schritt "back in time"!
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Highlights in Havanna:
Eins der größten Highlights, die Havanna zu bieten hat, ist sicherlich die Altstadt, auf kubanisch "Habana viejia" genannt. Trotz des angedeuteten Verfalls gibt es hier noch eine Vielzahl von Prachtbauten aus den beiden vergangenen Jahrhunderten zu sehen. Und wer sich etwas abseits der touristischen Trampelpfade aufhält, wird schon bald die Musikalität, aber auch so manche Ernüchterung des kubanischen Alltagslebens entdecken.Grandiose Gebäude sind zum Beispiel das nach dem Vorbild des amerikanischen Gegenstücks erbaute Capitol, das besonders zu Zeiten des Batista-Regimes eine herausragende Rolle spielte. Auch die zahlreichen spanischen Kolonialbauten wie z.B. das Hotel Inglaterra (bekannt aus dem Graham Greene-Roman "Unser Mann in Havanna") oder das Nationaltheater beeindrucken durch unvergänglichen Charme. Das direkt am Meerufer gelegene Hotel Nacional verdeutlicht in eindrucksvoller Art und Weise den Prunk vergangener Zeiten und lässt das Bild Havannas als Spielerparadies der 30er Jahre wieder auferstehen.
Allein wegen des wahnsinnigen Ausblicks auf Havanna sollte man sich auch, obwohl sehr touristisch, eine der beiden den Hafen bewachenden Festungen ansehen. Die Fortaleza de San Carlo de la Cabana ist hierbei die bessere Wahl, da sie größer und weniger überlaufen ist und zudem noch ein schönes Guevara-Museum beherbergt. Desweiteren gibt es in Havanna auch eine Zigarrenfabrik, die aber oft überfüllt und zudem sehr touristisch ist. Hier ist das Zigarrenanbaugebiet und die Fabriken um die Region Pinar del Rio die bessere Alternative.
Zudem gibt es in Havanna Dutzende von Museen, die sämtliche Aspekte der Geschichte des kleinen Inselstaates berücksichtigen, angefangen von den Ureinwohner der Insel, über den "Import" von Sklaven im 18. und 19. Jahrhundert sowie natürlich die Unabhängigkeit von Spanien, die darauf folgende Abhänggigkeit von den USA sowie die Revolution von 1959. In dieser Hinsicht ist gerade das Museo de la Revolucion interessant, da es im ehemaligen Regierungsgebäude von Batista untergebracht ist und viele (manchmal fast zu ermüdende) Infos über die Revolution bereithält. Auch hier empfiehlt es sich, einen der in der Rubrik Buchtipps angegebenen Reiseführer zu wälzen und sich ein ganz persönliches Museumsprogramm zusammenzustellen. Ein Museum der ganz anderen Art ist der riesige Friedhof "Cristobal Colon". An diesem stillen Ort kommt man aus dem Staunen über feinziselierte Grabfiguren und riesige Katakomben gar nicht mehr heraus!
Am Abend locken natürlich zahlreiche Kneipen und Bars mit karibischen Rythmen und Bewegungen, die dem Europäer seine tänzerische Steifheit nur allzu offen vor Augen führen. In allen Stadtvierteln Havannas gibt es elitäre, heruntergekommene, touristische, gemütliche und bei der Stadtbevölkerung beliebte Bars und Musiklokale jeglicher Coleur. Man sollte sich gerade angesagt Kneipen von Kubanern raten lassen, denn trifft man im Museum nur auf Touristen, mag das ok sein, in einer Bar jedoch ist dies nicht so der Hit und lässt zudem die Preise in die Höhe schnellen. Also in dieser Hinsicht weniger auf den Reiseführer als auf Mundpropaganda achten!
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Was man unbedingt machen sollte:
+ Spaziergang zu Fuß durch die Altstadt+ Die Aussicht von einer der Hafenfestungen genießen
+ Hemingways Villa näher in Augenschein nehmen
+ Die Bars und Tanzlokale Havannas erkunden
+ In der Abenddämmerung den Malecon entlangfahren
+ Durch die Friedhofsstadt "Cristobal Colon" schlendern
+ Auf einen Mojito im Hotel Inglaterra einkehren
+ Kubas Geschichte im Museum der Revolution nachvollziehen
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Was man sich sparen kann:
- Die Hemingway-Bars "El Bodeguito del Medio" und "La Floridita" sind allzu touristisch- Nicht auf irgendwelche Kleinganoven mit "echten" Zigarren hereinfallen
- Autofahren in der Altstadt erfordert Nerven wie Drahtseile
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Fazit zu Havanna:
Über Varadero sagt der Kubaner: "Varadero, no es Cuba!". Über Havanna kann der Satz daher nur lauten: "La Habana, es Cuba!" Wer nach Kuba fährt, darf Havanna nicht verpassen, denn nirgendwo gibt es so viel zu sehen und zu erleben wie in dieser karibischen Metropole!