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Frage: Was ist das offizielle Zahlungsmittel in Kuba?
Antwort: Der sogenannte Peso Cubano Convertible (CUC)
Die Antwort hört sich einfach an, gilt im Prinzip aber nur für Touristen. Als Tourist muss man an allen touristischen Orten (Hotels, Restaurants, Privatunterkünfte, Privatrestaurants, Devisenladen, Bierkiosk, Postkartenstand etc.) mit CUC zahlen. Der CUC ist von der Wertigkeit her 1:1 zum US$, der bis vor kurzem noch das offizielle Zahlungsmittel für Reisende war.
Da der gute Fidel sich jedoch immer geärgert hat, wenn ihn von den Dollarnoten George Washington angeblinzelt hat, sind diese Zeiten passe. Nun könnte man meinen, egal, ich zahle halt weiter in Dollar, sollen sich die Kubaner dann ihren komischen CUC holen, wenn's eh gleich viel wert ist. Falsch gedacht. Wer Dollar (egal ob Tourist oder Kubaner) in CUC wechselt, muss eine zehnprozentige Wechselgebühr zahlen. Wer hingegen EURO (Pfund, Franken, kanadische Dollar) in CUC tauscht, erhält den vollen Gegenwert (in Bezug auf den US$). Comprende?
Für den Touristen bedeutet dies nun folgendes: Da man den CUC nicht schon in Europa bekommen kann, muss man sich das Tauschgeld nach Kuba mitehmen. Aus oben erwähnten Gründen sollten dies KEINE US$ mehr sein! Euro gehen in Ordnung. Wer nicht alles in bar mit sich rumschleppen will, fährt auch mit Reiseschecks ganz gut. Hierbei gilt aber zu beachten, dass, erstens, wie in allen Ländern, eine Kommissionsgebühr fällig wird, die mit durchschnittlich 5% ziemlich happig ist. Zweitens, wie in keinem Land sonst, werden KEINE REISESCHECKS VON AMERICAN EXPRESS angenommen! Thomas Cook Reiseschecks sind hier die Alternative. Ausstellen lassen sollte man sich die Reiseschecks in Euro oder auch US$. Was? Ich dachte, US$ bringen 10% Abzug? Richtig, aber nur bei Bargeld. Die gesamte Konstruktion mit den CUC soll nur verhindern, dass amerikanisches Bargeld in Kuba in Umlauf ist. Gegen Reiseschecks (sofern nicht von Amexco!) haben die Kubaner nichts.
Mit Kreditkarten kann man in Kuba immer noch recht wenig anfangen, außer in ganz großen Hotels (und z.B. offiziellen Zigarrenshops) werden die Plastikscheiben kaum akzeptiert. Mittlerweile gibt es in Havanna und einigen Touristengebieten auch Automaten, an denen man mit Kreditkarte CUC ziehen kann, aber verlassen würden wir uns darauf nicht. Auch bei der Kreditkarte gilt: Keine Akzeptanz von American Express! Mit Meastro (EC) Karten kann man unseren Wissens nach nirgendwo zahlen oder Geld holen.
Um das ganze nun noch verwirrender zu machen: In immer mehr großen Strandresorts kann man auch direkt mit EURO zahlen und muss NICHT in CUC wechseln. Am besten vorher schlau machen, ob im entsprechenden Hotel EURO genommen werden. Vorteil: Keine Wechselgebühren für Reiseschecks. Nachteil: Größere Unsicherheit, da alles in bar rumliegt (-> Safe).
So, kleiner Test, was wissen wir bisher? Als Tourist zahle ich brav mit CUC, den ich mit EURO oder Reiseschecks gekauft habe. In den großen Strandhotels reicht sogar nur der EURO. Dollar-Bargeld bringt mir gar nichts mehr in Kuba. Richtig, 100 Punkte! Um die Sache aber nicht zu einfach werden zu lassen: Es gibt auf Kuba noch ein weiteres Zahlungsmittel: Den "normalen" Peso Cubano. Hurra!
Was ist denn nun wieder der Peso Cubano? Ganz einfach: Das Zahlungsmittel aller Nicht-Touristen, sprich Kubaner. Als Tourist kann man mit dem Peso Cubano sehr wenig anfangen, eventuell lässt sich diese Knete dazu benutzen, preisgünstig auf einem Bauernmarkt oder an kleinen Imbissständen einzukaufen. Als Individualtourist kann man, muss aber nicht, ein bisschen Peso Cubano einwechseln. Wer 20 CUC in 400 Peso Cubano einwechselt, dürfte schon Schwierigkeiten haben, die Kohle unter's Volk zu bringen.
!ACHTUNG! In letzter Zeit häufen sich in Kuba Betrugsversuche, bei denen Toursiten erklärt wird, der kubanische Normalpeso und der CUC wären gleich viel wert, und man möge doch bitte CUC in Normalpeso tauschen. VÖLLIGER UNSINN. Ein CUC ist rund 20 Peso Cubano, Normalpeso, wert! Also nicht veralbern lassen. Als Fausregel hier folgende Umrechnungsübersicht:
1 US$ = 1 CUC = 0,81 EUR = 20 Peso Cubano (Eurokurs variiert natürlich, Stand vom 03.08.2005)
Unsere Geld-Empfehlung für den Individualreisenden: Zwischen Bargeld (EUR) und Travellerschecks (EUR oder US$) stückeln, in etwa halbe / halbe, vor Ort (nach und nach) in CUC wechseln, zur Sicherheit die Kreditkarte mitnehmen, eventuell eine Handvoll Normalpeso einwechseln.
Unsere Geld-Empfehlung für Strandurlauber: Im Prinzip das gleiche, die Normalpeso kann man sich natürlich sparen, eventuelll entfällt sogar der Wechsel in CUC.
Öfter als erwartet werden wir nach dem Wetter gefragt. Wer es für den Moment wissen will, der ist auf Seiten wie Yahoo! oder Wetter.com recht gut beraten. Ansonsten lässt sich zum Klima Kubas sagen, dass es subtropisch ist. Es herrscht eine jährliche Durchschnittstemperatur von 25°C, zudem ist die Luftfeuchtigkeit sehr groß. Anstatt Kuba in Jahreszeiten zu unterteilen, ist es sinnvoller, von einer Trockenzeit (November - April) und einer Regenzeit (Mai - Oktober) zu reden.
Die Regenzeit ist heißer, dafür regnet es auch mehr. Von Juli bis September liegen die Tageshöchsttemperaturen meist über 30°C (Havanna, im Westen etwas weniger, im Osten etwas mehr). Die niederschlagsreichsten Monate sind laut Statistik Juni, September und Oktober. Regenzeit heißt NICHT, dass es den ganzen Tag regnet. Vielmehr zeichnet sich die (sub-)tropische Regenzeit dadurch aus, dass es ein- bis mehrmals am Tag stark regnet, dann aber wieder die Sonne rausschaut. Mehrstündiger Dauerregen wie in Deutschland ist deshalb in Kuba ziemlich unbekannt. Es kann aber schonmal eine Weile bewölkt sein. Für einen Strandurlaub bietet sich die Trockenzeit daher eher an, vor allem weil es auch nicht ganz so heiß ist.
Mehr oder weniger große Gefahr zum Ende der Regenzeit hin sind die relativ häufig auftretenden Hurrikane. Gerade der September bringt recht starke tropische Stürme hervor, die die Insel, wenn es schlecht läuft, ganz schön mitnehmen können. Gefahr für Leib und Leben sollte für einen Touristen aber nicht bestehen. Wer sich an die Vorsichtsmaßnahmen hält und die Frühwarnungen befolgt, dem sollte im schlimmsten Fall nicht mehr passieren, als dass der Rückflug sich vielleicht verzögert oder mal für einen Tag der Strom ausfällt. Sollte es kein Jahrhunderthurrikan werden, also nicht wirklich gefährlich. Aber wie heißt es so schön: No risk, no fun.
Eigentlich benötigt man in Kuba keine anderen Impfungen als in Europa. Man sollte den Standardimpfschutz haben (Tetanus, Diphterie, etc.). Ängstliche Naturen oder/und Leute, die öfters auch in 3.Welt-Ländern (Kuba gehört NICHT dazu!!) unterwegs sind, könnten auch mal über Hepatitis A/B nachdenken. Die Chance, sich durch verunreinigte Speisen etwas einzufangen, sehen wir in Kuba allerdings nicht höher als in Spanien oder auch hier in Deutschland.
Malaria gibt es in Kuba nicht, einzig tropische Krankheit ist das Dengue-Fieber, das sporadisch auftritt und sich im schlimmsten Fall recht schnell verbreiten kann. Unseres Wissens nach gibt es dafür keine Impfung, aber man sollte sich halt von seinem Arzt oder besser dem örtlichen Tropeninstitut beraten lassen. Weitere Gefahren wie Schlangen, Skorpione etc. sind mit europäischen Risikograden wie z.B. am Gardasee oder in Griechenland vergleichbar und verdienen daher unserer Meinung nach keine besondere Erwähnung.
Generell sollte man sich natürlich an die üblichen Vorsichtsmaßnahmen halten: Nicht mit Geldscheinen herumwedeln, den Geldbeutel sicher und nicht in der Gesäßtasche verstauen, Klunker ablegen und ebenso wie in Südspanien NIE etwas im Auto lassen und auch auf das Reserverad Acht geben. Dazu noch eine gesunde Portion Menschenkenntnis und Durchsetzungsvermögen (gerade in Havanna gibt es viele Schlepper und Bauernfänger), und dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Mehr Tipps zu den kleinen Ärgernissen gibt's in unserer Rubrik Troubleshooting.
Wir halten Kuba für eines der sichersten Länder weltweit, sicherer als Spanien, Italien und die USA sowieso. Es ist kein Problem, nachts durch Havanna zu laufen oder alleine mit dem Auto übers Land zu fahren. Inwieweit sich das alles allerdings mit immer mehr Touristen oder einem anderen politischen System verändert, sei dahingestellt.
Mit Stand 2001 schrieb uns Thomas Krajan ins Gästebuch:
Selbstverständlich gibt es Internet-Cafés auf Cuba. So befindet sich ein Internet-Café nach europäischen Verständnis direkt an der 1ra Avenida in Varadero. Ansonsten kann man inzwischen in sehr vielen ETECSA-Stüztpunkten nicht nur E-Mails versenden (Kosten 2 USD), sondern auch für 5 USD je Stunde im Internet surfen. Ab nächstes Jahr will die ETECSA sogar Internet-Accounts für Touristen anbieten. Die monatlichen Kosten (Monats-Flatrate) sind noch nicht bekannt. Die oben genannten Preise sind real, wer mehr bezahlt wurde über den Tisch gezogen und hat somit die Familie des kubanischen Angestellten direkt gesponsort!
Schon davor schrieb uns Lisianne Enderli aus der Schweiz:
In Havanna gibt es kein Internet-Café, wohl aber die Möglichkeit, e-mails zu senden und zu empfangen. Der entsprechende Laden liegt an der Calle Obispo in Habana Vieja. Er ist klein und unscheinbar, ca. in der Mitte der Calle. Die Mail-Adresse lautet infobisp@teleda.get.tur.cu. Allerdings müssen die Mails diktiert werden, Spanischkenntnisse sind von Vorteil. Mails abholen kann man, indem man die Absender-Mailadresse angibt. Jedes abgeholte oder gesandte Mail kostet ca. 1 Dollar.
Einen weiteren Eintrag zum Thema Internetcafes gab es von Dirk im Gästebuch:
Zur Seite selbst kann ich ergänzen, daß in Havanna direkt im Capitol ein Internet-Café ist. Der Preis ist meines Wissens um die $4 je Viertelstunde. Also eher für die schnelle e-Mail nach Hause. Ich selbst habe das Internet-Café meines Hotels Parque Centrale genutzt und ebenfalls $4,25 für die ersten 15 Minuten bezahlt.
Jetzt zu den Nachteilen: Die Qualität der auf Kuba erhältlichen Leihfahrräder ist bescheiden bis miserabel. Zwar sind es an sich keine schlechten Räder, die mangelnde Versorgungslage hat jedoch auch hier ihre Spuren hinterlassen und Ersatzteile sind nur schwer zu bekommen. Deshalb ist es bei einem Radurlaub sinnvoller, sich seinen eigenen Drahtesel mitzubringen. Selbst von kurzen Tripps mit einem Leihrad sollte man absehen, es sei denn, man hat vorher die Gelegenheit, sich sein Rad anzuschauen. Die mangelnde Ersatzteillage ist auch verantwortlich dafür, dass man Räder (wie woanders auch) nicht unbeaufsichtig lassen sollte.
Also: Die Insel an sich ist zum Radfahren gut geeignet, bloß mit geeigneten Rädern (wenn nicht mitgebracht) sieht es eher schlecht aus. Wenn man den eigenen Drahtesel mitgebracht ist, dann sollte man darauf aufpassen wie ein Schlosshund.
Wer unbedingt wild campen will: Wir kennen die Gesetzeslage in Kuba dazu nicht. Da die Polizei in Kuba zu Ausländern aber generell sehr freundlich ist und die Kriminalität sehr niedrig, mag Wildcamping für manche vielleicht eine Alternative sein. Allerdings ist Kuba ein recht dicht besiedeltes Land, und inwieweit es Sinn hat, sich mit seiner Barschaft irgendwo hinter den nächsten Busch zu packen und dort ohne Wasser sein Geschäft zu erledigen, muss jeder für sich entscheiden. Wir halten diese Form nicht für einen adequaten Kuba-Urlaub.
Harcore-Rucksacktouristen können sich vielleicht öfter mal mit einheimischen Pesos verköstigen, in Havannas Chinatown z.B. gibt es einige Kneipen und Restaurants, in denen man als Tourist auch für Normal-Pesos was bekommt. Das ist aber dann auch nicht viel billiger. Wirklich billig würde man es nur bekommen, wenn man sich mit den Einheimischen in den Lebensmittelgeschäften für Kubaner in die Schlange stellt, um einen Sack Mehl zu kaufen. Der kostet dann sicherlich nur ein Paar Cent. Wer allerdings so sparen muss, dem würden wir raten, billig nach Florida zu fliegen und von da nach Kuba zu schwimmen.
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