KUBA - ALLGEMEINES

Entscheidungshilfen für den Kuba-Interessierten


| Tourismus als Devisenbringer No. 1 | All-Inclusive oder Individualurlaub? |
| Kubas Hauptattraktionen | Behördenkram und die verwirende Währungsfrage |
| Wann reisen? | Pros und Contras eines Kuba-Urlaubs | Kuba-FAQ's |




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Tourismus als Devisenbringer No. 1

Bis vor einigen Jahren ging es meist um zwei Dinge, wenn man auf Kuba zu sprechen kam: Die Kuba-Krise von 1962 und weltbeste Premium-Zigarren. Mittlerweile hat sich dieser eingeschränkte Blickwinkel erweitert. Die kubanische Regierung fördert den Tourismus massiv und hat ihn unter Mithilfe sonnenhungriger Urlauber mittlerweile zum Devisenbringer Nummer Eins gemacht.

Die Tourismusbranche entdeckte das karibische Potential dieser Insel schnell und bietet schon länger auch dem schmalen Geldbeuteln günstige All-Inclusive Reisen unter Palmen an. Weniger bekannt ist, dass das Land viel mehr als nur Strand zu bieten hat. Trotz Sozialismus bestehen keinerlei Einschränkungen beim Bereisen der Insel. Ein wenig spanisch sollte man allerdings schon sprechen. Allein mit englisch kommt man außer in den Touristenhochburgen nicht weit, und deutsch, naja. Wie immer gilt: Umso besser die Sprachkenntnisse, umso besser der Kontakt mit der Bevölkerung.

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All-Inclusive oder Individualurlaub?

Wie bereits erwähnt ist das Hauptangebot der Kuba-Reisen eher im Strand- und Erholungs-Urlaub mit All-Inclusive zu finden. Dies liegt auch daran, dass diese Art von Urlaub von der kubanischen Regierung stärker gefördert wird als andere Reisearten. Auch wenn sich unsere Internetseiten hauptsächlich um Urlaub fernab vom Strand drehen, ist natürlich nichts gegen einen Relax-Aufenthalt einzuwenden. Man sollte sich in diesem Fall jedoch vor Augen halten, dass es bei einem zweiwöchigen Strandurlaub kaum einen Unterschied macht, ob man nun nach Kuba, in die Dominikanische Republik oder nach Kenia reist. Will heißen: Vom Land bekommt man bei einem All-Inclusive Urlaub so gut wie gar nichts mit. Dies muss man ja auch nicht, aber es gibt sicher billigere und nähere All-Inclusive Aufenthalte als Kuba.

Wer etwas tiefer ins Landesinnere vordringen möchte und Lebensweise und Geschichte der Kubaner etwas näher erfahren will, der kommt um einen individueller geschnittenen Urlaub nicht herum. Grosser Nachteil: Es wird teurer, was aber auch wirklich der einzige Nachteil ist, denn der Rest der Insel, jenseits der eingezäunten Beach-Resorts, hat viel zu bieten und besticht als sozialistisches Überbleibsel durch einen eigentümlichen Charme samt den damit verbundenen Problemfeldern.

Eines kann aber sicher gesagt werden: Kuba verzaubert den Individualreisenden durch eine enorme Vielfalt in allen Bereichen und ist durch die politische Konstellation ein einmaliger Urlaubsort, den es sonst so nirgendwo auf der Welt mehr gibt. Negative Begleiterscheinung dieser Situation: Wer als Kubaner an Devisen kommt, lebt besser als der ohne. Deshalb ist es die Hauptbeschäftigung vieler Menschen, durch mehr oder weniger fadenscheinige Aktionen den Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen. An touristischen Brennpunkten gehört es deshalb dazu, mehrmals täglich angelabert und angepumpt zu werden.

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Kubas Hauptattraktionen

Das erste, was uns Mitteleuropäern bei einer karibischen Insel in den Sinn kommt, ist ein langer, weißer Sandstrand unter Palmen. Diese hat Kuba auch en masse zu bieten und wer pauschal zwei Wochen Strand gebucht hat, wird den Aufenthalt wahrscheinlich auf der Halbinsel Varadero oder der durch einen Damm mit dem Festland verbundenen Insel Cayo Coco verbringen. Das Angebot an Strandresorts, an denen ein Pauschalurlaub gebucht werden kann, wird immer größer, gerade im Osten und Süden der Insel hat sich in letzter Zeit viel getan. Varadero, Cayo Coco und ein paar kleinere Strandorte wie Guardalavaca sind neben Havanna die einzigen Gebiete, in denen man in Hoteleinrichtungen europäischen Standards genießen kann. Wem dies viel wert ist und wer auch auf Dinge wie Animation oder gutes Nachtleben angewiesen ist, der sollte sich also bei einem Strandurlaub an oben erwähnten Gebiete halten. Varadero hat einen eigenen Flughafen, Cayo Coco ist über den internationalen Flughafen Ciego de Avila zu erreichen, Guardalavaca fliegt man über Holguin an.

Die Vielfalt des Landes liegt aber vor allem fernab der großen Touristenresorts. Havanna ist ein weiterer Anziehungspunkt für Touristen, und wer in Kuba war und dabei Havanna ausgelassen hat, hat einiges, wenn nicht das meiste verpasst. Nirgendwo sonst spiegelt sich die kubanische Lebensart so sehr wider wie in dieser Stadt am Atlantik. Gern besucht wird auch der Westen Kubas, der durch eine einmalige, zerklüftete, aber doch sehr grüne Felslandschaft aufwarten kann. Dort wird auch der Großteil des Tabaks für die berühmten Havannas angebaut. Das am Südzipfel der Insel liegende Salsa-Eldorado Santiago de Cuba ist ebenfalls sehenswert. Will man beide größten Städte Kubas sehen, sollte man sich jedoch länger als zwei Wochen Zeit nehmen. Der Rest des Landes ist touristisch bis auf wenige Ausnahmen eher unerschlossen, riesigen Touristenströmen werden Sie nirgendwo über den Weg laufen. Und gerade da beginnt es oft besonders interessant zu werden. Näheres zu allen Ecken und Enden Kubas gibt es unter dem Punkt Kubas Regionen.

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Behördenkram und die verwirrende Währungsfrage

!ACHTUNG!! Zur derzeit verwirrenden Situation, wie und mit was man in Kuba denn nun eigentlich zahlt, gibt es bei den Kuba-FAQ's einen neuen Hinweis.

(Nicht US-) Touristen dürfen Kuba ohne Probleme überall für maximal zwei Monate bereisen. Für die Einreise nach Kuba benötigt man den obligatorisch noch sechs Monate gültigen Reisepass und eine Touristenkarte. Diese ist bei Buchungen durch ein Reisebüro meist schon dabei, ansonsten ist sie für 25,- EUR bei der Kubanischen Botschaft erhältlich (siehe LINKS). Die Karte ist gültig für zunächst 30 Tage, kann aber vor Ort um nochmal 30 Tage verlängert werden. Bei Einreise ins Land ist eine Hotelbuchung für drei Nächte vorzuweisen. Verlieren sollte man diese Karte bis zu seiner Abreise nicht. Bei der Abreise muss man dann auch noch mal zahlen, nennt sich Flughafensteuer und kostet 25 CUC, also immer etwas Geld übriglassen.

Allgemein kommt man sich bei der Ein- und Ausreise etwas DDR-mäßig vor, ansonsten wird man als Tourist in Kuba von den Behörden überhaupt nicht behelligt, solange man sich an die Gesetze hält. Wir wurden in Kuba bisher dreimal von einem Polizisten angehalten: Einmal, weil er ein paar Kilometer mitgenommen werden wollte, ein andermal, weil wir ein altes Ehepaar ins Krankenhaus fahren sollten und das letzte Mal, weil wir tagsüber das Licht anhatten. Das scheint in Kuba verboten zu sein.

Für den Kuba-Neuling absolut undurchschaubar ist die Währungssituation: Hierzu haben wir bei den KUBA-FAQs eine etwas ausführlichere Erklärung erstellt. Um es an dieser Stelle kurz zu halten: Was Bargeld anbetrifft, ist die derzeit FÜR TOURISTEN gültige Währung der PESO CONVERTIBLE (CUC). Diese Währung kann erst vor Ort eingetauscht werden. Wer sein Geld zum tauschen nicht alles in bar mitnehmen will, ist mit Reiseschecks (NICHT AMEXCO!) gut beraten, auch wenn die Wechselgebühren recht happig sind. Trotzdem sich diese Zahlungsweise zumindest in den Touristenresorts immer mehr verbreitet, kann man mit Kreditkarte noch relativ wenig bis gar nichts anfangen.

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Wann reisen?

Natürlich ist es am reizvollsten, im Winter dem deutschen Schneematsch-Einerlei zu entfliehen und vielleicht sogar Weihnachten oder Sylvester in Kuba zu feiern. Nicht vergessen sollte man jedoch, dass gerade zu dieser Zeit die Hochsaison des Tourismus ist.

Wer also zumindest an den Reibungspunkten des Tourismus (= große Städte und Strand) auf viele Gleichgesinnte treffen möchte, der sollte von November bis Januar oder Juni bis August verreisen. Weniger los ist im Rest des Jahres. Vor allem September und Oktober sind wohl die touristenärmsten Monate und zu dieser Zeit ist man selbst in sonst überfüllten Gegenden relativ allein ist. Das eine oder andere etwas abgelegenere Hotel kann zu dieser Zeit auch schonmal geschlossen sein. Weiterer Nachteil: Im Spätsommer/Herbst ist Hurrican-Saison, die die Insel, wenn es schlecht läuft, ganz schön mitnehmen kann.

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Pros und Contras eines Kuba-Urlaubs

Pros:

+ Unglaubliche landschaftliche Vielfalt: Weiße Strände, subtropischer Dschungel, historische Kolonialstädte, Sumpfgebiete, Bergregionen.

+ Einmalige historische Situation: Kuba als letzter Vorposten des Sozialismus, Zeitreise zurück.

+ Nette, gastfreundliche Menschen, so gut wie keine Kriminalität.

Contras:

- Nicht ganz billig, gerade bei einem Individualurlaub ist mit mindestens 1.500,- EUR pro Nase für zwei Wochen zu rechnen.

- Man muss mit Leuten umgehen können, die einen abzocken wollen.

- Gaumenfreuden sind bei einer Individualreise nicht zu erwarten, stetiges Einerlei.

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