Warnow Werft Dock II

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Nach dem Ausscheiden aus der DSR habe ich eine Tätigkeit auf der Warnow- Werft Rostock als so genannter Instandhaltungsmechaniker im neuen Dock II aufgenommen.


Warnowerft Dock II mit gedocktem Neubau

Ein Neubau eingedockt zu Aussenhaut- Arbeiten im Dock II.


Kurze Erläuterungen

Das Dock II ist ein Bau der Boelwerft Belgien und die letzte Großinvestiton in Reparaturkapazitäten der Werften der ehemaligen DDR. Heute wird das Dock neben laufenden Reparaturen auch zur Vollendung von kleineren Neubauprojekten verwandt.
Entstanden ist diese Aufnahme vom Dockkran kurz vor meinem (mehr oder minder) unfreiwilligen Ausscheiden aus der Warnow Werft. Damals war ein solches Foto noch "schwierig" zu erstellen, den eigentlich galt in der Werft Fotografierverbot ;–).
Der Dockkran ist übrigens neben dem neuen Bockkran im neuen Trockendock der Kvaerner Warnow Werft der höchst gelegene Arbeitsplatz auf dem Gelände der Werft. Genauso gewaltig ist übrigens die Hubhöhe des Dockkrans, was oft neben dem gewaltigen Bockkran in den Hintergrund tritt.
Das eingedockte Neubauschiff ist ein Vollcontainer- Schiff und eines der letzten Großschiffe, die auf der Helling unter der alten Kabelkrananlage der Warnow Werft erbaut wurden. Sehr gut sind in den Ladeluken die Zellengerüste zur Führung der Container in den Luken zu erkennen. Somit brauchen diese nicht mehr gegen Seegang gelascht werden.
Im Zusammenhang mit vorbereitenden Arbeiten zum Ausdocken dieses Schiffes bin ich übrigens heftigst in einer der Luken in einen verborgenen Lukenentwässerungsschacht gestolpert. Nass bin ich geworden und schön als der Schmerz wieder nachließ... ;–)
Meine Aufgabe im Dock war neben den Arbeiten zu den Eindock- und Ausdockvorgängen und allgemeinen Dockarbeiten wie Kranfahren, speziell die Wartung mechanisch/ hydraulisch angetriebener Entrostungsgeräte vom Typ Mekid und anfangs auch Mupid. Diese Eigenentwicklungen der Werftindustrie waren von der Idee zur mechanischen Entrostung der Aussenhaut von Schiffen unter geringster Umweltbelastung brilliant. Allerdings haperte es bei den Konstrukten an ausgereiftem Material und Detailmängeln. Diese Geräte sind heute nicht mehr im Einsatz.
Mein Ausscheiden von der Werft erfolgte im Zuge der Einsparung von Arbeitskräften nach der Wende und der völligen Neuorganisation ganzer Bereiche. Mir war das ganz recht, den eine Zukunft habe ich in diesem Bereich sowieso nicht mehr gesehen. Eine konsequente Umorientierung war angesagt...

Die Frage aller Fragen... ;–)

Frage des Dockmeisters Geyer beim Eindockvorgang an den bedienenden Mann des Tagestörns:

"Wie sieht die Winde backbord achtern aus...!?!?"

Na, wer weiß die Antwort?
Für alle anderen: Hier im Bild ist (irgendwo ;–)) die Lösung auch versteckt.

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Erstellt: Sun Aug 18 21:14:11 2002

Aufloesung!