
Aus dem Usenet kann auch heute noch jeder eine Menge an Informationen gewinnen. Die Auswahl der Gruppen und Themen ist riesig.
Für das Posten und Fetchen von News aus dem Usenet nutze ich den lokalen Server
Leafnode.
Gerade für kleine Systeme, die nicht große News- Bestände
verwalten sollen und/ oder nicht ständig online sind, ist der Leafnode optimal.
Leafnode ist Kommandozeilen orientiert. Mit dem eigentlichen Server werden die
notwendigen Programme fetchnews zum Datenaustausch der News,
texpire zum Bereinigen des Spoolverzeichnisses, sowie checkgroups
zum Anzeigen der vefügbaren Gruppen und Gruppenbeschreibungen, newsq und
Applyfilter als Filterscript installiert. Nach der Installation und
Konfiguration reicht bei jeder online- Sitzung ein einfaches
fetchnews (bitte als "root") auf der Konsole. Schon beginnt das
Programm zu arbeiten und alle News zu posten und zu fetchen. Beenden tut es sich von selbst,
sobald alles erledigt ist. Daher ist eine Automatisierung des Vorgangs im Anwahlscript
beim Online- gang möglich. Ein Anhängen von "-v" bis
maximal "-vvvv" erzeugt eine Ausgabe auf der aufrufenden Konsole,
welche News- Groups
er abarbeitet und welche News gerade gepostet und geholt werden. Je mehr
"-v" angehängt werden, um so umfangreichere Informationen über
die Vorgänge, die augenblicklich beim fetchen passieren, werden auf die
aufrufende Konsole ausgegeben.
Empfehlenswert ist der Aufruf mit
"fetchnews -vv". Dabei wird zuerst gepostet (so Du selbst ein Artikel geschrieben
hast) und dann gefecht. Dieser Aufruf erzeugt wenig Geschwindigkeitsverlust und zeigt an:
1. daß die Verbindung zum Upstream- Newsserver zustande kommt (oder auch nicht) und
2. welche News- Groups er aufsucht und wielviel Nachrichten er dort holt.
Beiträge nur posten kannst Du mit: fetchnews -P

Für das Lesen von News setze ich den News- Reader SLRN ein.
Als Editor im News- Reader nutze ich den Editor Jed. Zusammen mit
dem Leafnode ergibt sich ein harmonisches Gespann.
Auch er ist in der Kommandozeile zu bedienen. Nach dem Aufruf mit "slrn" auf der Konsole läßt sich zum Beispiel das Lesen mit nur einer Taste auslösen: immer nur auf die Leertaste hämmern. Der SLRN zeigt Dir alle News nach threads geordnet an, wobei dies Verhalten in weiten Grenzen beeinflußbar ist.
Posten auf einen Artikel tust Du mit dem Tastendruck "f" (für followup).
Dabei wird Dein in der ~/.slrnrc eingetragener Lieblingseditor zum
Schreiben aufgerufen. Nach dem Schreiben der News mußt Du mit der Taste "p"
den Artikel posten. Dabei wird der Artikel zuerst im
Verzeichnis /var/spool/news/out.going zwischengespeichert,
bis bei der nächsten online- session per "fetchnews" (z.B.
beim Leafnode) der Artikel in die weite News- Welt geht.
Neue Artikel posten kannst Du mit dem Tastendruck "p". Danach wirst Du gefragt,
in welche News-Group Du posten möchtest. Auch hier wird Dein Lieblingseditor zum
Schreiben genutzt. Ansonsten siehe Posten auf einen Artikel.
Einzelne Artikel für Dich wegspeichern kannst Du mit der
Taste "o". Dabei wirst Du gefragt, in welches Verzeichnis Deiner Wahl Du diese
abspeichern möchtest.
Einen Artikel oder eine News- Group als gelesen markieren, kannst Du mit der
Taste "d".
Das als Gelesen markiert zurücknehmen, kannst Du mit der Taste "u".
Von einen Artikel zum nächsten oder ein Blättern im Artikel nach
weiter unten kannst Du einfach in dem Du die Leertaste nutzt. Der Newsreader folgt
dabei standartmäßig den Artikeln, wie sie im Thread weiter absteigend
gepostet wurden.
Im Artikel zurückblättern kannst Du mit dem Tastendruck "b".
Beenden kannst Du den SLRN einfach mit der Taste "q". Genauso kommst Du aus
der aktuellen News- Group wieder in den Hauptbildschirm.

Editoren gibt es unter Unix und Linux wie Sand am Meer. Um den Gebrauch eines solchen kommt man nicht herum. Sicherlich wird der erste Editor, mit dem der User konfrontiert sein wird, der vi oder einer seiner Klone sein. Ich schenke mir hier eine Betrachtung daher, viel wurde schon darüber geschrieben. Meine Wahl bei Editoren ist:
Der Editor Jed ist Konsolen- orientiert.
Der Editor nutzt die Keybindings wie beim
Big Daddy Emacs.
Wer mit diesem schon gearbeitet hat, kommt gut mit dem Jed klar, umgedreht
übrigens auch ;-) Durch meine leicht geänderte ~/.jedrc ist der
Bildschirm in zwei Teile unterteilt. Der (im oberen Teil angelagerte) help- screen wird
sofort mitgestartet.
Aufrufen tust Du den Jed einfach auf der Komandozeile
zum Beispiel so: user@rechner:~ > jed ~/Dateien/jed.test
Du befindest Dich sofort in der von Dir zu editierenden Datei! Der Jed besitzt
auch eine per Maus bedienbare Menü- Leiste, trotzdem hier ein paar Tastenkombinationen.
Schreiben geht ganz simple: Mit dem Cursor gehst Du in die untere Feldhälfte und
tippst Deinen Text.
Speichern wirst Du Deinen Text durch Druck der Tastenkombination: ctrl-x-w
Dabei schreibt der Jed in die von Dir ausgewählte
Datei. Aber Du kannst auch in eine andere schreiben, dazu ist in der unteren
Statuszeile eingeblendet:
In der Statuszeile siehst Du, ob eine gewählte Datei beschreibbar ist (hier
dargestellt): Die Zeichen -**----+ geben Dir diese Auskunft.

Jeder schreibt heute irgendwann, irgendwohin, irgendwelche Notizen. Oftmals wird das unsortiert auf dem Schreibtisch abgelegt und verschwindet im täglichen Papierberg :( Dagegen kann ein kleines Programm helfen, was auf dem "elektronischen Schreibtisch" diese Aufgabe übernimmt. Meine Wahl dazu ist:
Es ist sehr klein und leicht bedienbar auf der Kommandozeile. Maintainer ist Thomas Linden.
Das Programm zeichnet sich durch eine wahrlich äußerst einfach handhabbare
Installation und Konfiguration aus.
Vorausgesetzt wird lediglich eine aktuelle Perl- Installation, aber die sollte
sowieso bei allen Linuxen mitinstalliert sein.
Nach dem Download und dem Entpacken wechselst Du in den neuen Ordner. Dort
wird das Makefile.PL aufgerufen und die folgenden Schritte ausgeführt:
$perl Makefile.pl
$ make
# make install <= hier eventuell als root
Das make- script fragt Dich in der Neuinstallation einige Pfade ab, in die das Programm installiert
werden kann. Beim update werden die bekannten Pfade übernommen. Es genügt im
allgemeinen, die vorgeschlagenen Pfade zu übernehmen. Ist der
Script- Lauf erfolgreich gewesen, wird man,
ein make install im Verzeichnis aufzurufen (als root). Abschließend
muß nur noch das File
~/note-1.3.x/config/noterc nach ~/.noterc kopiert werden. Die in
der ~/.noterc erforderlichen Anpassungen beschränken sich im Wesentlichen
auf die Änderung des standartmässig aufgerufenen Editors vi
in den jeweiligen Lieblingseditor; bei mir natürlich der
Jed.
Aufrufen wirst Du den Note mit einem note -i auf der Konsole. Damit
wird der Notizensammler gleich mit einer farbigen Darstellung aufgerufen und steuert eine
Hilfe- Leiste bei, in der Du alle vorhandenen Bedienungsmöglichkeiten gleich siehst.
Auflisten kannst Du alle vorhandenen Notizen mit der Taste "l".
Alle vorhandenen Notizen bekommen eine einfache Nummer und stehen so
wohlgeordnet untereinander.
Eine einzelne Notiz kannst Du Dir direkt anschauen durch Eingabe der betreffenden
Notiz- Nummer mit nachfolgendem "Enter"- Tastendruck. Dabei wird Dir der Inhalt der Notiz und das
Datum der letzten Änderung angezeigt.
Neue Notizen verfasst Du entweder durch den Tastendruck "e", dann
wird Dein Lieblingseditor Dir behilflich sein beim Schreiben. Oder durch die
Taste "n", dann kannst Du sofort in der selben Konsole eine neue Notiz
schreiben.
Notizen entfernen wirst Du mit dem Druck der Taste "d", worauf Dich
Note fragen wird, welche Nummer/ Notiz
entfernt werden soll.
Suchen einer Notiz kannst Du mit der Taste "s", wobei Du dann gefragt
wirst, wonach in den Notizen gesucht werden soll. Die Notizen mit
entsprechenden Treffern werden Dir dann angezeigt. Du kannst dabei nach Buchstaben des
Alphabetes suchen lassen, oder nach Sonderzeichen!
Beenden kannst Du das Programm mit der Taste "q".
Hinweis: Beim Upgrade des Programmes aus vorherigen
Versionen ist es auf jeden Fall angebracht, anhand der auf dieser Site abgelegten
Upgrade- Anweisungen
vorzugehen! Ein Datenverlust kann sonst nicht ausgeschlossen werden!
Es ist das Suchen nach dem Inhalt und der Nummer einer Notiz unter Vorgabe von Sonderzeichen
(wie die Zeichen ? oder ( oder ! oder - oder : Beispiele dafür sind) in der neuen,
verbesserten Version ohne Probleme möglich. Das Programm zeigt alle Treffer der
Reihenfolge nach dabei an. Die gefundenen Treffer können sich dabei
auch im Text der Notiz verstecken (zu beachten bei grösseren, umfangreicheren Notizen)!
Dieses Programm wird unter der GNU General Public License entwickelt.

Hier nun eine kurze Beschreibung von den zwei Programmen zum Mailverkehr
(Exim und Fetchmail) im Einsatz und
in der Konfiguration für den Provider Debitel.
Der leistungsfähige und vollwertige Mail- Transport- Agent
(MTA) Exim
ist für den Transport der Mail von einen Mail- User- Agent (MUA) wie
z.B. Kmail zum SMTP- Server des Providers zuständig. Exim
ist weiträumig konfigurierbar, ich verweise dazu auf die einschlägige Literatur.
Derzeit ist die stabile Version 4.50 aktuell.
Unter Debian steht das
Tool eximconfig zur Erzeugung einer ersten
gültigen Konfiguration zur Verfügung, dieses Tool arbeitet auf
der Konsole in einem simplen Frage- Antwort- Spiel.
Dieses Programm wird unter der GNU General Public License entwickelt.

Es ist ein langer Weg, den die Mail vom POP3- Server des Providers zum eigenen
Rechner zurücklegen muß. Zum Abholen der Mail beim Provider ist das Programm
Fetchmail
der ideale Begleiter für anspruchsvolle User. Sehr gut konfigurierbar ist dieses
Programm in der Lage, die Mail an weitere Verarbeitungsstationen zu reichen, die z.B.
eine Filterung (wie z.B. durch Procmail)
vor der Auslieferung an den User vornehmen können.
Hier ein einfaches Beispiel einer /home/user/.fetchmailrc zum Zugang
unter Debitel.
poll pop3.debitel.net with
protocol pop3
user TOLLER.USER there is TOLLHAUS here with
password XXXXXX and
wants mda "/usr/bin/formail -s /usr/bin/procmail -Yf - "
fetchall
# keep
limit 200000
/home/user/.fetchmailrc steht das Passwort
zum Zugang beim Provider im Klartext! Diese File sollte aus
Sicherheitsgründen nur für den User schreib und lesbar sein!
keep und der Eintrag fetchall bewirken,
daß alle Mail beim Provider abgeholt und auf dem SMTP- Server gelöscht
wird nach der Ablieferung. Nehme ich den Eintrag keep in die
/home/user/.fetchmailrc auf, verbleibt jede ausgelieferte Mail nach dem
Holen ungelöscht auf dem SMTP- Server.
limit 200000 bewirkt, daß Mails mit Größen über
200 Kbyte nicht zur Abholung vom SMTP- Server angenommen werden. Fetchmail
signalisiert das Vorhandensein einer solchen Mail.

...das ist ein Kapitel für sich. Leider war man es von Seiten dieses Providers nicht ausreichend in der Lage, geeigneten Hilfestellungen für Linux- User zu geben. Abgesehen von internen, oftmaligen Änderungen im Zugangsverfahren, stellt der Provider keine Dienstleistungen wie genaue Benennung der Host- Name- Server, FQDN oder Besorgung einer eigenen Domain. Man scheint sich mehr auf Support für gewisse proprietäre Betriebssysteme zu konzentrieren. Nur hartnäckiges Nachfragen half und manchmal passieren dann auch Zeichen und Wunder.

Neben diesen Techniken setze ich natürlich noch andere Programme ein. Diese möchte ich an dieser Stelle kurz erwähnen.
Immer aufdringlicher und zunehmend wird der Internet- user mit Spam in
seinen Mail- Boxen belästigt. Der Kampf gegen den Spam kann direkt
auf der heimischen Maschine mit relativ viel Aufwand und mit gewissen Damonen
wie Spamassassin oder Procmail erfolgen. Viele integrierte
Mail- Clients können auch Mails direkt auf dem Server
löschen - allerdings ist dabei oft Handarbeit angesagt.
Fetchmail kann alles dies nicht. Dazu bedient man sich vor dem
Abrufen der Mails vom Server des
Programmes Mailfilter.
Das Programm ist leicht zu konfigurieren durch eine simple Textdatei, genannt
~/.mailfilterrc.
Das Programm untersucht die Mails direkt auf dem Server nach bestimmten Regeln mit so genannten
regulären Ausdrücken, die der User leicht bearbeiten und
anpassen kann. Danach löscht Mailfilter diese unerwünschte Mails dort sofort bevor
Fetchmail die Mails abruft. Fetchmail selbst kann so
konfiguriert werden, dass es vor seiner eigentlichen Arbeit Mailfilter selbstständig
aufruft.
Dieses Programm wird unter der GNU General Public License entwickelt.
Ein nettes Programm zur Gestaltung und Verwaltung von Web- Seiten ist
Bluefish. Mit diesem Programm werden diese Seiten gestaltet und
verwaltet. Der vollwertige Webeditor
Bluefish liegt derzeit in der Vollversion 1,
basierend auf der gtk2-Bibliothek vor.
Es bringt zur Integration neuerer Webdesing- Elemente wie XML, CSS, Javascript,
WML, SSI, PHP vorberteite Elemente und Dokumentationen mit. Zur Kontrolle des
erzeugten Codes dient die Integration von Weblint, was zwar nicht
immer perfekt arbeitet, aber grobe Schnitzer immer entdeckt.
Bluefish wird unter der GNU General Public License entwickelt.
Ich habe vor einiger Zeit zwei Schnappschüsse meines Desktops gemacht. Folge diesem Link zu Ansichten meiner Lösungen.
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freie Lizenz zur Anwendung auf Dokumentationen, HOWTO's und Veröffentlichungen
aller schriftlichen Arten speziell im Umkreis um das Betriebssystem Linux,
aber auch zur Anwendung auf jegliche andere Art eines öffentlich zugänglichen
Textes. Du findest diese Lizens an dieser Stelle. Ich
bitte um aufmerksame Beachtung bei allen Arbeiten mit diesem Text.
