Der Begriff "triggern" stammt aus dem Englischen und steht für Schalten, mehr
noch für AUSLÖSER. Besonders
in letzter Zeit begegnet einem dieses Wort öfters im Zusammenhang mit der menschlichen
Seele, seiner Psyche, der Stimmung.
Beschrieben, umschrieben wird mit dem Wort ein Vorgang, der das zum Teil schnelle,
urplötzliche Abkippen
der eigenen Stimmung in eine andere Gemütslage, eine andere Gefühlswelt und Stimmung ist.
Da dies im gängigen Sprachgebrauch eine miese, sehr negative Gefühlswelt und
Stimmungslage ist, ist das Wort "triggern" negativ besetzt. Es ist aber auch ein
positiver Trigger denkbar und möglich. So soll es aber als deutliche Warnung vor diesem
möglichen Auslösen, dem Umschalten und Abkippen in das Miese, Negative
verstanden werden. Dies gilt es zu beachten!
Angewandt wird diese Warnung insbesondere bei Texten, speziell im Internet. Aber auch bei
einigen Songs, Videos oder Filmen sollte diese Warnung angebracht werden. Jeder, der Texte
veröffentlicht, sollte sich Gedanken darum machen!
Betroffen vom Triggern kann jeder Mensch sein. Jeder hat mal einen schlechten Tag, miese Laune.
Hier geht es aber um den auslösenden Effekt. Diesen verspüren insbesondere psychisch nicht
stabile oder kranke Menschen, wie auch sehr sensibel auf bestimmte Texte, Situationen, Szenen oder
Songs reagierende Menschen zum Teil drastisch. Allerdings ist jeder Mensch "irgendwie"
triggerbar :-( Das Problem ist nicht der Trigger selbst, sondern seine Folgen
aus der sich auftuenden, umgekippten Gemüts- und Stimmungslage. Womöglich tut sich
ein seelischer Abgrund auf, was bestimmte Handlungen nach sich ziehen kann.
Ich denke zum Beispiel an Texte, die SVV (Selbstverletzendes Verhalten) beschreiben. Bei
SVV- lern kann das zum Drang führen, sich wieder selbst zu verletzen. Oder an Texte, die
das Fallen ins Loch, in die
die Depression auslösen...
Hervorgerufen wird der Trigger durch starke Emotionen, Gefühle, Erregungen, die zum Beispiel
durch Erinnerungen an Depressionen oder seelische Krisen geprägt sind, welche der gerade
gelesene Text auch beschreibt. Oder durch Szenen, die dem eigenen Erleben ähneln. Oder
Songs, die Erlebtes, Gefühle und Erinnerungen aufgreifen - sie wieder vor das
geistige Auge führen. Allgemein findet die Person in den Texten etc. etwas, was sie
irgendwoher kennt, was aber extrem negativ für sie war. Was sie vielleicht sogar versucht
hat, bewusst oder unbewusst, zu verdrängen oder anders zu verarbeiten. Und dann dieser Hammer!
Leider lässt sich nicht vorhersagen, ob ein bestimmter Text oder Song etc. triggern wird.
Allerdings ist dies stets zu vermuten, wenn starke oder depriemierende Emotionen und
Gefühle oder für die meisten Menschen als extrem negativ zu empfindende Situationen
beschrieben werden. Dies kann zum Beispiel bei Gewalt gegen Menschen oder Mißbrauch der
Fall sein. Oder alle Arten von dargestellter Tötung in Text, Song, Video und Film. Leider
läßt sich das nicht verallgemeinern. Unter Umständen können auch ganz
banale Dinge triggern. Sehr oft hängt das von der speziellen Situation ab, in der sich der
Mensch befindet, der "getriggert" werden könnte. So ist es dem Autor einmal
"gelungen", sich selbst zu triggern mit einem ihm eigentlich bekannten, banalen Song
von Pink Floyd. Unerklärbar...
Womit auch umschrieben ist, dass das Triggern im Allgemeinen von aussen, ungewollt
und ungewünscht, teilweise unerwartet auf den Menschen einwirkt. Anders
der "Selbsttrigger". Dies passiert, wenn bewusst zum Beispiel eine CD mit Songs
aufgelegt wird, die bekannterweise negative Emotionen weckt. Somit will dieser
Mensch abkippen. Er weis um den Effekt, der eintreten könnte - nicht muß!
Er will seelisches Leid und Depression verspüren. Oder es passiert mehr oder weniger
unbewusst, weil man beispielsweise gerade an einem Text schreibt, der plötzlich
leidvolle Erinnerungen weckt. Den Selbsttrigger löst also jeder für sich
selbst aus :-(
Fazit: Wo Trigger dran steht, ist auch triggern drinn...