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Gebet für den Heiligen Vater, Papst Johannes Paul II.

Herr, allmächtiger Gott,
schütze und stärke unseren Heiligen Vater!
Du hast ihm das Amt des Stellvertreters Christi auf Erden übertragen.
Schenke ihm die Kraft, das Martyrium des Petrusdienstes
bis an das von Dir bestimmte Ziel zu tragen.
Gewähre, daß sein Mühen und sein Leiden überreiche Frucht bringen
für die Kirche und die ganze Menschheit.
Laß die Welt in seiner Schwäche Deine Stärke erkennen
und bewahre ihn vor den Mächten der Finsternis.

Heilige Maria, mächtige Schutzherrin,
bitte für ihn!
 


Eine Stimme für den Frieden in der Welt
 
 

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EUROPA WIRD CHRISTLICH SEIN, ODER ES WIRD NICHT SEIN!
                                                                                                                                               Otto von Habsburg

 
Wird das menschliche Leben an seinem Beginn einmal dem Belieben des einzelnen preisgegeben, dann gibt es keinerlei logischen Grund mehr, daß die Gesellschaft künftig das Lebensrecht der Behinderten, unheilbar Kranken und 'nutzlosen' Alten respektiere. Eine geschickte und fortdauernde Kampagne der Massenmedien, welche die öffentliche Meinung manipuliert, genügt dann, um morgen das ganze moralische Erbe wegzufegen, das uns das Evangelium gebracht hat und das die Grundlage unserer Zivilisation ist. Wir haben die Pflicht, gegen Wind und Wellen jene Verwirrung anzuprangern, die unaufhörlich gestiftet wird zwischen dem Recht, das eigene Leben in die Hände zu nehmen, und dem Recht, das Leben des anderen in die Hände zu nehmen.
                                                                                                                                Leon-Joseph Kardinal Suenens (1983)

 
Wann immer wir unseliger Geschichtstatsachen gedenken, sollten wir uns nicht damit begnügen, unseren Vorfahren an die Brust zu schlagen, sondern unsere eigene Zeit und unser eigenes Tun im Licht dieser Ereignisse und Erfahrungen bedenken. Nicht für das, was vor 500 Jahren in Amerika oder vor 50 Jahren in Auschwitz geschah, werden wir einmal zur Rechenschaft gezogen, sondern für das, was wir heute an Unrecht zulassen. Was werden unsere Nachkommen über die Generation empfinden, die das erste Mal in der Geschichte die zutiefst rechtswidrige Massentötung der ungeborenen Kinder straffrei ermöglicht hat?
                                                                                                                                        Erzbischof Johannes Dyba (1995)

 
Wie es auf dem Gebiete der Glaubenswahrheiten eine Tendenz gibt, durch Interpretation das Skandalum des Evangeliums wegzuschaffen, so auch auf dem Gebiete des Sittlichen. Die Argumente dafür, einschließlich der Beispiele früherer Enge, Welt- und Lebensfeindlichkeit, werden heute reichlich angeboten. Aber damit ist der kommenden Generation am wenigsten gedient. Ihr Christsein muß dann absinken zu einer Rechtfertigung des zeitgebundenen natürlichen Empfindens egoistischer oder gesellschaftlicher Ziele. Unter dem Druck der Umwelt kann das auf eine Praxis hinauslaufen, in der man sich selbst von vorneherein die Lossprechung zu einem Leben opferloser Liebe und reuelosen Genusses gibt. Einer solchen Praxis der Selbsterlösung kann die Kirche Christi nicht zustimmen, und zwar um des Menschen willen nicht, den Gott liebt, freilich mit fordernder und hoher Liebe, um ihn zu vollenden. Niemals werden wir uns, sei es im Gespräch, in der Verkündigung oder im Beichtstuhl, über Menschen erheben, die versagen, und auch nicht über jene, die glauben, ein anderes Gewissensurteil vertreten zu können. Wir wissen und bekennen, dass wir selbst immer wieder der Vergebung Gottes bedürfen. Aber wir müssen alle bitten, das Wort des kirchlichen Lehramtes vor Gott zu bedenken.

 
Die Situation des Glaubens im Westen Europas ist von drei historischen Wirkkräften bestimmt: von der Reformation, von der Aufklärung und von dem wissenschaftlichen Aufbruch des 19. Jahrhunderts. Sie alle haben zu einer Relativierung des katholischen Glaubens beigetragen. Nicht zu Unrecht spricht man heute von der 'Zweiten Aufklärung', welche in Europa herrscht. Dem katholischen Glauben droht von daher Gefahr, sich in eine menschenfreundliche 'religiöse Atmosphäre' zu verwandeln. Gegenüber der Reformation gilt es, im ökumenischen Gespräch den Spalt zu schliessen; gegenüber der Aufklärung ist die den konstruierenden Verstand überschreitende Weite der gläubigen Vernunft ins Spiel zu bringen, welche den Geist die übernatürliche Dimension eröffnet; gegenüber der Wissenschaft ist seitens der Kirche der Sinn für das Ganzmenschliche zu erwecken, das sie an die Schwelle des Glaubens führt.
                                                                                  Leo Kardinal Scheffzcyk  ( kath.net - Interview 15.09.2001)

 
Die Gene sind heute alles. Da herrscht ein fundamentalistischer Glaube, die Naturwissenschaftler sind die Taliban der Moderne! (...) Wer steht an der Rampe? Wer selektiert? (...) Gentechnik - was herauskommen wird, ist das molekulare Auschwitz.
                                                  Prof. Erwin Chargaff, Begründer der Gentechnologie (Stern-Interview, Nr. 47/2001)