Zweite Strategie:
Natürliche Stillgewässer unter Schutz stellen

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Kellermanns Loch

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Kellermanns LochDas Altarmsystem südlicher der Mendener Brücke wurde vor ca. 15 Jahren durch Baumaßnahmen "naturnah" ausgebaut, an einigen Uferabschnitten ist noch heute der alte Uferverbau sichtbar. Heute können in dieser Altarm große Schwimmblattbestände mit der Gelben Teichrose (Nuphar lutea) beobachtet werden. Kolk im Naturschutzgebiet Kellermanns Loch Sehr bemerkenswert sind die Tauchblattbestände mit dem einzigen Mülheimer Vorkommen des in NRW gefährdeten Spiegel-Laichkraut (Potamogeton lucens) sowie den weiteren bemerkenswerten und z.T. landesweit gefährdeten Pflanzenarten Zwerg-Laichkraut (Potamogeton pusillus agg.), Ähriges Tausendblatt (Myriophyllum spicatum), Hornkraut (Ceratophyllum demersum) oder Dreifurchige Wasserlinse (Lemna trisulca). Im südlichen Bereich von Kellermanns Loch befinden sich ein überregional bemerkenswerter Silberweiden-Auenwald (vgl. dazu auch Keil & Kessler 1996, Burckhardt 1967)

Kock’s Loch

Teichlinse und Kleine Wasserlinse im Naturschutzgebiet Kock's LochDies ist der wohl bekannteste und besterhaltenste Altarm an der Ruhr. Er wurde in den letzten 15 Jahren immer wieder durch Gestaltungsmaßnahmen, z.B. Anlage neuer Gräben, Öffnung alter Flutrinnen, Abflachungen ehemals viel zu steil angelegter Uferböschungen, Anlage künstlicher Inseln etc. verändert. Nicht alle der umgesetzten Maßnahmen erweisen sich heute als sinnvoll. Weitere Eingriffe, vor allem in den natürlichen Auenboden sollten künftig unterbleiben. Heute zählt dieses Gebiet sowohl floristisch als auch faunistisch zu den bedeutendsten Naturschutzgebieten in Mülheim an der Ruhr.

Kock's Loch und Kellermanns Loch sind wegen ihrer überregionalen Bedeutung vom BUND Mülheim nach Brüssel für die Aufnahme in die europaweite Flora-Fauna-Habitat Liste (FFH-Liste) vorgeschlagen worden. Fördermittel für Naturschutz werden künftig vorwiegend von der Europäischen Union und vorrangig für solche Gebiete zu erwarten sein.

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