Die
vor ca. 10 Jahren auf privatem Gelände eingerichtete Teichanlage zeigte eine
der erstaunlichsten Entwicklung aller untersuchten Gewässer.
Hier stellte sich eine vollständige Zonierung mit Rohrkolben-Röhricht, einer Schwimmblatt-Zone mit Schwimmendem Laichkraut (Potamogeton natans) und Gelber Teichrose (Nuphar lutea), eine Tauchblattzone mit Zwerg-Laichkraut (Potamogeton pusillus agg.) und eine Ufervegetation mit Sumpf-Blutauge (Potentilla palustris), Grüner Segge (Carex demissa) und Brauner Segge (Carex nigra) ein - alle Arten sind selten bis sehr selten in Mülheim an der Ruhr.
Vor ca. 2 Jahren wurde vom RWW in der Styrumer Ruhraue im potentiellen Überschwemmungsbereich der Ruhr ein Flachgewässer als Ausgleichsmaßnahme für Bautätigkeiten angelegt. Große Teil der Ufer wurden hier bepflanzt. Neben den gepflanzten Arten traten schon im ersten Jahr der Anlage spontan die in NRW als gefährdet eingestufte Teichlinse (Spirodela polyrhiza) und die in Mülheim nur von zwei Wuchsorten bekannte Gewöhnliche Armleuchteralge (Chara vulgaris) auf. Daneben haben sich bereits während der relativ kurzen Besiedlungsphase ausgeprägte Tauchblatt-Bestände mit Nuttalls Wasserpest (Elodea nuttallii) eingestellt. Trotz geringer Wassertiefe hat dieses Gewässer ein hohes Entwicklungspotential und wird weiter beobachtet.
![]()
© BUND Mülheim an der Ruhr