BUNDarchiv

Zurück Weiter

zurück zur Übersicht

26. Januar 2001

Die zweite Runde über das Hexbachtal: "und sie bewegt sich doch!"

Ende Januar fand die zweite Besprechung der Arbeitsgruppe Hexbachtal statt. Diesmal dabei die neutralen Planer aus Aachen. Jetzt warteten die Stadtwerke mit zwei neuen Planungsvarianten auf. Die Vorschläge stießen auf überwiegend positive Zustimmung der Initiativen und Naturschutzverbände. Nicht überzeugen konnte dagegen das Festhalten am letzten Rückhaltebecken an der Grenze zu Mülheim an der Ruhr.

Auch bei den möglichen Alternativen zum unterirdischen Pressverfahren ist noch nicht alles ausgereizt. Jedenfalls werden die erforderlichen Pressgruben schon mal deutlich kleiner als ursprünglich geplant. Die Option 'Regenwasserversickerung' ist ebenfalls noch im Gespräch. Weiterhin soll geklärt werden, welche Sanierungsoptionen für den alten Kanal tatsächlich gegeben sind.

Auf Drängen des BUND soll außerdem noch einmal bei der Stadt Mülheim an der Ruhr nachgefragt werden, welche Chancen bestehen, die Anbindung über die Straße Hexberg weiter zu führen. Damit entfiele der gravierende Eingriff im Bereich "Im Flatloh". Hier besteht  für die Stadt Mülheim an der Ruhr die Chance, sich aktiv am Erhalt des Hexbachtals zu beteiligen. Ein städteübergreifendes Projekt wäre für  beiden Kommunen eine gute Werbung für partnerschaftlich betriebenen Umwelt- und Naturschutz.

Daß die Eingriffbilanzierung gänzlich neu zu erstellen ist, weil die vorgelegten Daten des ersten Landschaftspflegerischen Begleitplans völlig unzureichend sind, war allen Beteiligten klar.
(Vergl. dazu auch unsere die Stellungnahme vom 11.07.2000, die Punkte 1 - 7
Ein neues Büro ist bereits beauftragt. Warten wir es ab.

Das nächste Treffen ist für Ende März festgesetzt. Bei allen Beteiligten der Arbeitsgruppe entstand der Eindruck, ein gutes Stück voran gekommen zu sein. Leider fehlt bisher am Verhandlungstisch die Stadt Essen - Frau Dr. Krueger war ursprünglich angesagt - und ein hochrangiger Vertreter aus Mülheim an der Ruhr.

Kenne Sie eigentlich die Selbstauskunft zum Begriff Öffentlichkeit von den Stadtwerken Essen? Hier ist der Orginaltext aus dem Internet:
»Die Öffentlichkeit wird über unser Unternehmen kontinuierlich und offen unterrichtet. Vertrauen und Verständnis für unsere Handlungen wollen wir durch zeitnahe, zuverlässige und umfassende Informationen erreichen. Alle Mitarbeiter sind in der Öffentlichkeit Repräsentanten des Unternehmens. Deshalb wird das Bild unseres Unternehmens in der Öffentlichkeit durch das Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters geprägt. Wir wollen alles tun, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in unser Unternehmen zu fördern und zu stärken.«
Schön gesagt, nicht wahr?

Zurück Weiter

 

© BUND Mülheim an der Ruhr