BUNDarchiv

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10. Dezember 2000

Erste positive Ergebnisse der »Arbeitsgruppe Abwassersammler Hexbachtal« in Düsseldorf 

Zu einem ersten Treffen der AG »Abwassersammler Hexbachtal« trafen am 6. Dezember 2000 im Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV sprich MUN-El-VAU) in Düsseldorf zu ihrem ersten Gespräch über die Weiterführung des stark in Turbulenzen geratenen Projekts der Essener Stadtwerke zusammen. Anwesend waren neben Vertretern des MUNLV die Essener Stadtwerke und ihr Planungsbüro AEW PLAN GmbH, die SPD Ortsverein Essen-Borbeck, die BI "Rettet das Hexbachtal", die Mülheimer Bürgerinitiative (MBI), NABU Essen und BUND Mülheim an der Ruhr sowie das Landesbüro der Naturschutzverbände aus Oberhausen. Ziel dieses Treffens sollte die Definition der Aufgaben den Arbeitsgruppe sein, danach sollten die Umweltziele der Planung umrissen werden.

Erste Aufgabe der AG ist die Begleitung der künftigen Planung in allen Schritten, wobei insbesondere die Möglichkeiten der Regenwasserversickerung, einer möglichen Entkoppelung des vorhandenen Netzes und weiter technische Optionen für dieses Projekt zu prüfen sind. Stark im Gespräch ist ein Wasser-Management nach dem Vorbild der Gemeinde Neukirchen Vluyn.

Folgende  Punkte konnten einvernehmlich für die Festlegung der Umweltziele vorgegeben werden:

 

Prüfung der Vermeidbarkeit des Eingriffs

Minimierung des unbedingt erforderlichen Eingriffs

Stärkung der Ökologie des Fließgewässers

Aufwertung des Naturraums

Anstrebung eines möglichst naturnahen Abflusses

 

Natürlich wurden von den Stadtwerken und ihren Planern die Erfolgsaussichten für eine gänzlich andere Planung als ausgeschlossen dargestellt, aber ihrem Pessimismus wollte sich nicht einmal das MUNLV anschließen. 

Der eigentliche Durchbruch bei diesem Gespräch wurde erreicht mit der Übereinkunft, ein externes und wirklich unabhängiges Planungsbüro begleitend zu den Verfahrensschritten heranzuziehen. Natürlich ist auch klar, daß die von den Naturschutzverbänden beanstandete Eingriffsprüfung gänzlich zu aktualisieren ist.

Insbesondere, nachdem die Stadtwerke ihre inzwischen angelaufene "neue" Planung vorstellte, wurde schnell klar, das dies nicht der Weg sein kann, auf dem mit Erfolg weiter gegangen werden kann. Beauftragt wird das externe Büro vom MUNLV. Damit scheint etwas Objektivität in die Angelegenheit zum kommen.

Die Beteiligten vereinbarten, ihre Organisationen von den Ergebnissen der Arbeitsgruppe zu unterrichten. Ein nächstes Treffen wird im Januar 2001 stattfinden. 

Wir sind vorsichtig optimistisch, was den Erfolg der Sache angeht. Alle Beteiligten erklärten ihren Willen, konstruktiv und vertrauensvoll an einer einvernehmlichen Lösung mitzuarbeiten.

 

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