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Einrichtung einer Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet, Ihr Schreiben vom 25.07.2002

An Herrn

Thomas Neiss

MUNLV

Schwannstraße 1-3

40476 Düsseldorf

Mülheim an der Ruhr, Mittwoch, den 14. August 2002

Sehr geehrter Herr Neiss,

im Auftrag des Vereins Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet i. Gr. möchte ich Ihnen auf Ihren Brief an die Unteren Landschaftsbehörden resp. das Landesbüro der Naturschutzverbände antworten.

Am 14.09.2001 hatten Herr Guido Hemmer (NAJU Ruhr) und ich ein Gespräch mit Ihnen, in dem wir unser Projekt einer zu gründenden Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet erörterten. Es stellte sich heraus, daß Sie sowohl unser Konzept, als auch die von uns favorisierte Zusammensetzung der möglichen Partner voll unterstützten. Dies beinhaltete die Gründung einer Station zwischen den Verbänden und den Städten Mülheim an der Ruhr, Essen und Oberhausen. Wir waren uns auch einig, daß ein Partner Duisburg der naturräumlich sinnvollen Abgrenzung einer Biologischen Station stark widersprechen würde.

Inzwischen haben weitere Treffen und Gespräche sowohl mit den Verwaltungen als auch dem KVR stattgefunden.

Zwischen den Naturschutzverbänden (MEO) besteht Einigkeit, daß eine Partnerschaft unter Einbeziehung von Duisburg nicht sinnvoll ist. Auch wenn die Stadt Essen zunächst einer Kooperation fernbleibt, sehen wir in Duisburg u.a. wegen der Probleme mit den einheitlichen Naturräumen und der Größe der zu bearbeitenden Flächen keinen geeigneten Partner bei unserer Station.

Wir verstehen den Wunsch der Duisburger Verwaltung, dem Landschaftspark Duisburg Nord ein weiteres Highlight hinzuzufügen. Der Besuch des möglichen Standortes und die Informationen über die notwendigen baulichen Maßnahmen haben aber auch die anwesenden ehrenamtlichen Vertreter aus Duisburg gegen diesen Standort eingenommen. Neben der ungünstigen Lage des Standorts sprechen die sehr hohen Kosten für erforderliche bauliche Maßnahmen gegen den Landschaftspark Duisburg Nord.

Es besteht zudem zwischen allen Naturschutzverbänden und den Städten Mülheim an der Ruhr und Oberhausen uneingeschränktes Einvernehmen, daß zunächst eine Station MEO, wenn Essen wegfällt, eine Station MO eingerichtet werden soll. Der beste Standort, bleibt es bei der Einschränkung auf die Ziel 2-Mittel, ist dann eindeutig Haus Ripshorst. Dies wird auch von den Mülheimer Vertretern, die ja maßgeblich an der Idee für die Station beteiligt waren, so gesehen. Ein entsprechendes Schreiben ist Ihnen auch vom Landesbüro der Naturschutzverbände zugegangen.

Wir hoffen, mit Mülheim an der Ruhr und Oberhausen und dem KVR bis zum 30.09.2002 eine klare Entscheidung herbeiführen zu können und die Station in dem mit Ihnen anfangs besprochenen Rahmen gründen zu können. Einem späteren Hinzutreten der Stadt Essen und der dort aktiven Verbände steht unsererseits nichts im Wege, wir würden es sogar ausdrücklich begrüßen.

Wir bitten das MUNLV, die hier vorgelegten Argumente und Wünsche aus Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Essen bei einer Entscheidung über die kommende Biologische Station Westliches Ruhrgebiet zu berücksichtigen. Am 9. September 2002 werden sich die Dezernenten, der KVR und die Verbandsvertreter erneut in Haus Ripshorst treffen, um das mögliche Konzept abschließend zu beraten. Über das Ergebnis werden wir Sie umgehend unterrichten.

Mit freundlichem Gruß

I.A.

Thorald vom Berg

c/o Kreisgruppe BUND Mülheim an der Ruhr

Verein Biologische Station Westliches Ruhrgebiet i. Gr.

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