2002

Ereignisse im Jahr 2002

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[Da unser Arbeit ständig in bundAktuell dargestellt wird und ich den Aufwand für die Webseite geringer halten muß, - es gibt so viel andere wichtige Sachen im Naturschutz -, stellen wir die Jahresberichte hiermit ein.]

Der letzte Bericht für 2002 der Arbeitskreise

Arbeitsgruppe: Arbeit im Grünen & Amphibienschutz

Apfelsaftaktion
Auf einer alten Obstbaumwiese in Menden schüttelten und sammelten im Herbst 2002    18 Leute insgesamt 910 kg Fallobst. Bundmitglieder, Lehrer und Schüler der Luisenschule (siehe unsere Kooperation von 2002) und Freunde sammelten die Äpfel in Säcken, die wir dann in die Süßmosterei nach Heiligenhaus fuhren und gegen 61 Kästen Apfelsaft tauschten. Die gesammelten Äpfel erbrachten uns den Nachlass von 15 Cent pro Flasche. (OK, kein großer Deal, aber viel Spaß). Den Saft teilten wir unter den Beteiligten auf.

Eisvogel Brutstelle
Ende Dezember 2002 richteten 6 BUND-Mitglieder den Schutzzaun vor dem Brutgebiet des Eisvogels wieder auf. Wir erneuerten einige abgebrochene Zaunpfähle und zogen den auf dem Boden liegenden Schafszaun wieder auf Höhe. Die Pfahloberkante verstärkten wir mit mehreren Lagen Stachdeldraht.

Kopfweidenschnitt  im Zinsbachtal
Anfang Februar 2003 stand für unsere Arbeitsgruppe  der Kopfweidenschnitt im Zinsbachtal an. Die Weidenreihe (ca. 2 Dutzend Bäume) steht auf einer gepachteten Feuchtwiese entlang des Zinsbaches im Bereich Saalsweg in Menden. Geschnitten wird jeweils nur ein Teil der Bäume in einem über Jahre  verlaufenden Turnus. Ziel der Pflege ist, ein optimales Dickenwachstum des Weidenkopfes zu ermöglichen. Dadurch erhält der Baum sein typisches knorriges Erscheinungsbild. Die Schnittstellen faulen aus und bieten mit ihrem weichen Holz, z.B. Insekten, begehrtes Material zum Nestbau. So entstehen aus den zerkleinerten Holzfasern u.a. die  Wespennester. Sind die Höhlungen schließlich groß genug, finden dort auch verschiedene Vogelarten Schutz- und Nistplätze. Die Kopfweide ist auch heute noch fester Bestandteil unserer Kulturlandschaft.

Graben in der Saarner Aue
Vierzehn Tage später fand in der Saarner Aue, im Bereich des vor Jahren angelegten Grabens, (Ausgleichsmaßnahme für die Bebauung der Saarner Kuppe) die nächste Aktion statt. Um eine Verbuschung des Grabens zu verhindern , wurden junge Birken entfernt, die sich dort angesiedelt hatten. Die Erlen und Weiden bleiben selbstverständlich stehen. So  bleibt der halboffene Charakter der Landschaft an dieser Stelle erhalten. Bei dieser Gelegenheit wurden am Holunderweg Gehölzlücken mit Weidenruten, die wir vor Ort geschnitten hatten, bepflanzt. DAS MUSS ABER GANZ UNTER UNS BLEIBEN! Die  Vegetation des Grabenbereiches hat sich im  übrigen ganz hervorragend entwickelt, was bei einem Spaziergang entlang der Ruhr gut zu erkennen ist.

Heckenpflanzung  am Faulenkamp  in Saarn
Als weitere Maßnahme haben wir am 22. März 2003 mit Schülern und Lehrern der Luisenschule, im Rahmen der Umweltpartnerschaft BUND - Luisenschule, eine weitere Heckenpflanzung am Faulenkamp in Saarn vorgenommen. Dort wurde von uns im Jahr 2000 eine von der Firma Brenntag gesponserte Streuobstwiese angelegt. Ein Jahr später pflanzten wir dort in einem Teilstück standortgerechte Gehölze als mehrreihige Hecke. An diese Entwicklung haben wir jetzt angeknüpft.

Krötenwanderung
Durch die Zusammenarbeit des BUND mit der Luisenschule über den Verbindungslehrer Norbert Niechoi, widmen sich mehrere 14- bis 15-Jährige, unterstützt von ihren Eltern, und bekleidet mit Warnjacken, dem Dienst an den Schranken und dem Einsammeln der ersten und letzten Kröten und Frösche. Vom 28. Feb. bis zum 30 April 2003 wurden die Schranken im Bereich Mühlenbergheide und Klingenburgstraße abends um 19.00 Uhr geschlossen und morgens um 7.30 Uhr geöffnet. Der starke Frost im Februar ließ die nächtlichen Laichwanderungen ein wenig später beginnen. Unser ehrenamtliches Engagement, unterstützt durch die Försterei und die Stadtverwaltung und das Verständnis der Autofahrer, hilft, die dort vorkommenden Amphibien-Populationen, insbesondere die der Erdkröten, erhalten.
Jürgen Goehring und Eberhard Scherrer

Haus Ruhrnatur - BUND – Kindergruppe
Auch im Jahr 2003 wurden und werden unter dem Motto "Natur für Kids" wieder Kurse angeboten für Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren. Der Kurs: „Vögel in der Ruhr“ ist abgeschlossen. Der Kurs:“ Amphibien, Reptilien, Schildkröten und Insekten läuft derzeit. Weitere Kurse mit wechselnden Themen sind geplant. Jeden Donnerstag von 15.00 – 17.30 Uhr
Anmelden bitte bei Christa Schragmann im Haus Ruhrnatur

BUND Foto AG
Die Foto AG hat mit Fotos zur Broschüre anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Haus Ruhrnatur beigetragen. Die derzeitige Ausstellung im Hause: „Wasservögel an der Ruhr“ hat sie mit ihren Foto ergänzt. Exkursionen zu verschiedenen Themen werden unternommen. Neueingebürgerte Tiere und Pflanzen sollen entdeckt werden und als Makrofotografie wollen wir Schmetterlinge und Heuschrecken ablichten.

Für Jugendliche ab ca. 15 Jahren
Treffpunkt: freitags ab 15.00 Uhr, ca. 2 – 3 Std.
Anmelden bitte bei  Holger Onnebrink im Haus Ruhrnatur

Biologische Station Westliches Ruhrgebiet
Hauptaufgabe für unsere Kreisgruppe war und bleibt zunächst die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet. Leider haben wir es wegen den Förderrichtlinie nicht geschafft, die Station nach Mülheim zu bekommen. Das Angebot des KVR für Haus Ripshorst in Oberhausen war überzeugend. Eine Dependance wird dann 2004 im Landschaftspark Duisburg - Nord entstehen. Für den BUND Mülheim erfreulich ist, dass der erste Vorsitzende des Trägervereins der Station unser BUND - Aktiver Thorald vom Berg geworden ist.
Nach vielem Hin-und-Her ist es dann auch gelungen, Dr. Peter Keil als Geschäftsführer der Station durchzusetzen. Die Rahmenvereinbarung mit dem Land und den Städten Duisburg, Oberhausen und Mülheim an der Ruhr ist im Dezember unterzeichnet worden. Damit hat die Station zunächst mal für 10 Jahre  Bestand. Einen ausführlichen Bericht zur Entwicklung der Station wird unser Mitglied Thorald vom Berg  in der Jahreshauptversammlung geben.

Kooperationvertrag mit der Luisenschule
Am 4. Dezember unterzeichneten die Kreisgruppe und die Schulleiterin der Luisenschule, Frau Dagmar Mühlenfeld (inzwischen OB in MH) in Mülheim ein Dokument, in dem beide Seiten eine enge Bildungspartnerschaft vereinbarten. Ziel dieser Vereinbarung ist unter anderem, Aufklärung über die regionalen Natur- und Umweltresourcen unserer Stadt , ihre nachhaltige Nutzung und der umweltpolitischen Defizite. Dabei sollen in der Schule auch Informationen über die politische Mitarbeit des ehrenamtlichen Naturschutzes vermittelt werden.
Die Luisenschule wird verstärkt die regionale Umweltproblematik in ihren Lehrplan einbringen und dem BUND bei der praktischen Arbeit im Naturschutz unterstützen. Diese Zusammenarbeit wird auch von der Luisenschule dokumentiert und bei öffentlichen Veranstaltungen der Schule präsentiert.

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